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Baulexikon

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Carbonatisierung

Dies ist ein Anstrich, der Kohlendioxid schlecht durchlässt. Die diffusionsäquivalente Luftbeschichtdecke des Anstrichs muss mindestens 50 m betragen. Durch sie wird verhindert, dass Kohlendioxid in das Porengefüge des Betons schnell eindringen  kann. Dieser Anstrich wirkt zwar carbonatisierungsbremsend, jedoch nicht vollkommen carbonatisierungsverhindernd.

Carbonatisierungsbremse

Dies ist ein Anstrich, der Kohlendioxid schlecht durchlässt. Die diffusionsäquivalente Luftbeschichtdecke des Anstrichs muss mindestens 50 m betragen. Durch sie wird verhindert, dass Kohlendioxid in das Porengefüge des Betons schnell eindringen kann. Dieser Anstrich wirkt zwar carbonatisierungsbremsend, jedoch nicht vollkommen carbonatisierungsverhindernd.

CM-Gerät

Gerät zur Bestimmung des Wassergehalts kleiner Zuschlag-, Festbeton- und Estrichproben im Labor oder auf Baustellen  mit Hilfe des Kalzium-Karbid-Verfahrens.

CM-Prüfung

Die Kalzium-Karbid-Methode oder CM-Prüfung dient der Bestimmung der Feuchtigkeit mineralischer Baustoffe. (z.B.: Die Durchfeuchtung von verputzten Wänden oder die Verlegereife eines Estrichs). Es wird eine Probe von ca. 10-50 g entnommen, in einem Mörser zerkleinert und grobe Teile (Kies, Split) entfernt. Nach genauem Abwiegen der Probe, wird diese mit vier Stahlkugeln und einer Ampulle Kalziumkarbid in einer Druckflasche aus Stahl gegeben. Die Flasche wird mit einem Manometerkopf luftdicht verschlossen und kräftig geschüttelt. Eine chemische Reaktion bewirkt, dass in der Flasche Druck entsteht, welchen man am Manometer ablesen kann. Aus der Probenmenge und diesem Druck ergibt sich der Wassergehalt in Prozent, den man aus Tabellen ablesen kann. Diese Methode kann aufgrund ihrer Simplizität direkt vor Ort vorgenommen werden und bedarf keines Labors wie beispielsweise die Darrprobe.

Dachabdichtung

Dachabdichtungen sind der wasserdichte, obere Abschluss von Bauten auf flachen und geneigten Dachkonstruktionen. Flachdächer müssen gegen stehendes Wasser abgedichtet werden (bis zu einer Neigung von 3°). Dazu verwendet man Bitumen- oder Kunststoffdachbahnen. Bei geneigten Dächern muss die Dachdeckung lediglich wasserabweisend sein.

Dampfbremse

Die Dampfbremse beschreibt im Baubereich eine Folie oder Pappe, die das Diffundieren von Wasserdampf in die Wärmedämmung eines Gebäudes einschränkt. Im Gegensatz zur Dampfsperre lässt die Dampfbremse eine geringe Diffusion zu. Dampfsperren oder Dampfbremsen werden in der Regel raumseitig, das heißt auf der beheizten Seite der Wärmedämmschicht angeordnet.

Dampfsperre

Folie aus Aluminium oder Kunststoff. Sie verhindern das Eindringen von Wasserdampf in Materialien, die für Feuchtigkeit anfällig sind bzw. deren Funktion bei Durchfeuchtung vermindert wird. Die Dampfsperre wird bei der Innendämmung von Außenwänden oder Dächern auf der dem Raum zugewandten Seite eingesetzt. So kann sie das Eindringen des im Inneren entstehenden Wasserdampfs in die Dämmung unterbinden.

Dehnung

Durch  Normalspannung (Zug, Druck) bewirkte Längenänderung einer Probe oder eines Bauteils, in bezug auf die Außenlänge (reine Verhältniszahl). Zugspannungen rufen eine Längenzunahme und somit eine positive Dehnung (Längsdehnung), Druckspannungen eine Verkürzung und damit eine negative Dehnung (Stauchung) hervor. Bei Belastung unterhalb der Fließgrenze tritt eine elastische, d.h. reversible Dehnung ein (das Material nimmt nach Entlastung wieder seine ursprüngliche Form an), während oberhalb der Fließgrenze die Dehnung nur teilweise oder gar nicht reversibel ist (dauerhafte Deformation; plastische Dehnung). Mit der Dehnung ist stets eine Querschnittsänderung inbegriffen.

Dehnungsfuge

Bei großflächigen Bauteilen können sich Dimensionsänderungen durch den Einfluss von Temperaturschwankungen so auswirken, das es zu Rissbildungen kommen kann. Dagegen helfen Dehnungsfugen. Sie trennen große Flächen in kleinere Bereiche, innerhalb derer die auftretenden Druck- und Zugspannungen von der Eigenfestigkeit des Material kompensiert werden. Sie werden dauerelastisch oder dauerplastisch verfugt. Vorhandene Dehnungsfugen müssen bei Renovierungsarbeiten erhalten bleiben. Bei bereits vorhandenen Rissen, helfen zusätzliche Dehnungsfugen. Man findet Dehnungsfugen z. B.: bei größeren Estrichflächen, gefliesten Flächen, Parkett oder anderen Bodenbelägen.

Dichtschlämme

Dichtschlämme oder Dichtungsschlämme ist eine Mixtur aus Quarzsand, Zement und chemischen Zusätzen zur Abdichtung von Bauwerken im Innen- und Außenbereich, wie beispielsweise Kelleraußenwände und Fundamente. Sie eignet sich ebenfalls zur Verwendung im Verbund mit keramischen Belägen im Innen- und Außenbereich, sowie für Wand- und Bodenflächen im Feucht- und Nassbereich. Zur Verarbeitung  von Dichtschlämme muss der Untergrund sauber, fest, mattfeucht und frei von losen Teilen sein. Wasserabweisende Rückstände (Fette, Schalöle oder Farben) müssen entfernt und der Untergrund ebenfalls vorgenässt werden. Dichtschlämme wird wie Farbe dünn aufgetragen.

Dickbettverfahren

Dies ist ein Verfahren zum Verlegen von Fliesen. Hierbei werden die Fliesen in ein ca. 1,5 cm dickes Mörtelbett verlegt. Vorteile gegenüber dem Dünnbettverfahren liegen hier in der Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Einwirkungen und in der Fähigkeit sich an relativ unregelmäßige Untergründe anzupassen. Die Nachteile dieses Verfahrens liegen in der Stärke und im Gewicht des Mörtelbettes, im höheren Zeitaufwand für einige Arbeitsgänge bei der Verlegung und in der geringeren Widerstandsfähigkeit gegenüber aggressiven chemischen Substanzen.

Diffusionswiderstand

Der Diffusionswiderstand ist der Widerstand, den der Baustoff dem Wasserdampf entgegensetzt, durch ihn hindurchzugehen. Er wird durch den Diffusionswiderstandswert angegeben. Es ist ein Vorgang, der sich auf Molekülebene abspielt. Bei der Wasserdampfdiffusion durch die Außenwand eines Hauses wandert der Wasserdampf nach außen, weil im innern des Hauses der Dampfdruck durch heizen höher ist als außen.

Dispersionsfarbe

Als Dispersionsfarben oder -anstriche bezeichnet man zähflüssige Anstriche die aus einer chemischen Dispersion (meistens einer Emulsion), aus Binde- und Lösungsmitteln, Farbmitteln (meistens Pigmenten) und Zusatzstoffen bestehen. In diesem allgemeinen Sinn handelt es sich bei der Mehrzahl der flüssigen Anstriche (Lacke, Farben, usw.) um Dispersionen.

Dispersionskleber

Dies ist ein Kleber, der für Fliesen oder schwere Metalltapeten geeignet ist. Er kann nahezu auf allen Untergründen verarbeitet werden, auch wenn deren Aushärtung noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Für die Fliesenverlegung am Boden wird Dispersionskleber nicht empfohlen, da die Wartezeiten für die vollständige Durchtrocknung sehr lang sind.

Dispersionssilikatfarbe

Im Gegensatz zur Reinsilikatfarbe wird bei der Dispersionssilikatfarbe  zusätzlich Kunstharzdispersion als Bindemittel eingesetzt, um die Verarbeitung zu erleichtern. Dispersionssilikatfarbe bildet keinen Film auf dem Untergrund, sondern verbindet sich mit ihm. Gegen sauren Regen und Industrieabgase sind sie weniger empfindlich als Kalkfarben oder Zementfarben. Dispersionssilikatfarbe wird nicht nur als Fassaden-, sondern vor allem auch als Innenfarbe verwendet.

Drei-Liter-Haus

Das Drei-Liter-Haus braucht pro m2  im Jahr nicht mehr als 30 kW/h Heizenergie. Das entspricht einem Verbrauch von ca. 3 Litern Öl bzw. 3 m³ Erdgas. Es schneidet dadurch, bezüglich des Energieverbrauchs, im Vergleich zum Passivhaus schlechter, im Vergleich mit dem Niedrigenergiehaus besser ab. Bei einem solchen Gebäude ist noch eine Heizanlage notwendig, die aus einer konventionellen Heizung bzw. einer Wärmepumpe besteht. Ein Drei-Liter-Haus kann nur durch eine zusätzliche Wärmedämmung von außen ausreichend gedämmt werden. Ebenso wie bei nach EnEV-Standard gedämmten Häusern, kommt der luftdichten Gebäudehülle eine herausragende Rolle zu, da sie Bauschäden und/oder Pilzbefall vermeiden kann. Eine fachlich perfekt ausgeführte Planung und konsequente Überwachung ist hierbei unerlässlich, da Folgeschäden finanziell schwer ins Gewicht fallen.

Drempel

Bei der Errichtung eines Daches, müssen die Sparren aufliegen können. Dies ist entweder direkt auf der Decke oder dem Kniestock (Drempel) möglich. Dabei werden die Längsseiten des Hauses (auch Traufseite genannt) über die Decke hinaus hochgemauert bzw. betoniert. Darauf wird dann die Dachkonstruktion verankert. Der Kniestock ist meist 40 bis 80 cm hoch und schafft so mehr Wohnraum unter dem Dach. Je höher der Kniestock, desto mehr Fläche steht zur Verfügung. Ohne den Kniestock trifft die Dachschräge direkt auf die Obergeschossdecke, was eine mögliche Wohnfläche im Dachgeschoss verkleinert. Die jeweilige Höhe des Drempels ist meist im Bebauungsplan festegelegt.

Druckfestigkeit

Im Allgemeinen wird die gemessene Festigkeit eines Betons unter kurzfristiger, einachsiger Druckbelastung als Druckfestigkeit bezeichnet. Verschiedene Faktoren wie Festigkeit des Zementsteins, Zusammensetzung und Verdichtung des Betons oder Alter und Lagerfähigkeit beeinflussen die Druckfestigkeit.

Drähnung

Dies ist eine Maßnahme, unerwünschtes Wasser von Gebäuden und Erdoberflächen fernzuhalten. Auf wasserundurchlässigen Untergründen können nur dann Sport- und Spielplätze angelegt werden, wenn eine Drainage angelegt wurde. Hierzu werden Sicker- und Filterschichten verbaut, aus denen das freie Wasser in perforierte Flexrohre aus PVC bzw. Ton,  Drähnrohre fließt, um dann über die Kanalisation abgeleitet zu werden. Bauteile, in die Schichten-, Sicker-, oder Hangwasser eindringen kann (z. B.: Keller) sollten durch den Einsatz von Dränmatten oder Dränrohren geschützt werden.

Dränmatte

Die aus Kunststoff hergestellten Matten (10-50 mm) bestehen aus PE-Noppenbahnen, Geotextilien, Schaumstoffflocken oder Fadengeflechtmatten. Für eine einfache Verlegung sorgt das geringe Gewicht der Matten. Die Grundlagen der Matten sind Polyester, Polyamid Polypropylen.

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