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Grundputz
HSP

  • Grundputz für gipshaltiges Mauerwerk
  • für außen und innen
  • Bindemittel gemäß Patent-Nr. PA 3437680
  • sulfatbeständig
  • Körnung: 0-4 mm
  • Verbrauch: ca. 21,5 kg/m² pro 15 mm Putzdicke


EIGENSCHAFTEN:

  • verträglich mit gipshaltigem Altmörtel
  • mineralisch
  • hochsulfatbeständig

ANWENDUNG:

  • zur Sanierung von gipshaltigem Mauerwerk
  • für innen und außen

QUALITÄT & SICHERHEIT:

  • entspricht GP CS II gem. DIN EN 998-1
  • entspricht MG P II gem. DIN 18550
  • Trass nach DIN 51043
  • spezielle Bindemittel nach DIN EN 197 entwickelt nach Grundlagenforschung mit dem Institut für Gesteinshüttenkunde RWTH Aachen
  • gestufte Zuschläge der Körnung 0-3 mm nach EN 13139
  • spezielle Zusätze
  • chromatarm gemäß TRGS 613
  • güteüberwacht

UNTERGRUND:

Mauerwerk aller Art, vor allem auch gipshaltiges Altmauerwerk. Untergründe, müssen fest, trocken, sauber und frostfrei sein. Lose Teile sind zu entfernen.

Das instandzusetzende Mauerwerk ist durch nicht ausreichendes Vornässen beim Verputzen so stark wassersaugend, dass dem aufgebrachten Putzmörtel ein Teil des Anmachwassers entzogen wird, welches das Bindemittel zum Erhärtungsvorgang benötigt.


    Die zu behandelnden Flächen sind rechtzeitig, gegebenenfalls Tage vorher, vorzunässen. Beim Vornässen der zu bearbeitenden Flächen ist auf unterschiedliche Saugfähigkeit der Materialien Rücksicht zu nehmen. Durch Beobachtung der Wasseraufnahmefähigkeit ist die Vorbehandlung den Gegebenheiten anzupassen. So kann es sich zeigen, dass wenig saugendes dichtes Gestein (z. B. Granit) einen geringen Wasserbedarf hat, der vorhandene Mauermörtel jedoch stark saugfähig ist. Wird dieser vor dem Verputzen nicht genügend vorgenässt, so wird dem neu aufgebrachten Mörtel Wasser entzogen. Hierdurch kommt es zu Schwindrissen und zu Minderfestigkeiten des Putzes.

      VERARBEITUNG:

      Grundputz für gipshaltiges Mauerwerk ist von Hand aufzubereiten. Einstellung der gewünschten Konsistenz unter Zugabe von sauberem Wasser, ca. 5,5 l Wasser auf 30 kg.

      Putzen: Wir empfehlen, den Putzauftrag zweilagig vorzunehmen. Die erste Lage gut aufrauen und je mm Putzauftrag 1 Tag aushärten lassen. Putzschichtdicke je Lage mind. 10 mm. Für die Untergrundvorbehandlung (z. B. Vorspritz) Vorspritzmörtel für gipshaltiges Mauerwerk einsetzen. Bei der Planung der Arbeitszeiten ist zu berücksichtigen, dass die Temperaturen am bzw. im Mauerwerk nicht unter +5 °C absinken dürfen. In Jahreszeiten, in denen die Möglichkeit eines weiteren Absinkens der Temperatur angenommen werden muss, dürfen Arbeiten mit Grundputz für gipshaltiges Mauerwerk nicht ausgeführt werden. Die Minimaltemperatur von +5 °C darf auch während der Zeit der Nachbehandlung nicht unterschritten werden. Bei niedrigen Temperaturen verlangsamt sich das Erhärten des Mörtels derart, dass der Mörtel sehr lange nachbehandelt werden muss.


        Die Grundlagenforschung, die zur endgültigen Bindemittelzusammensetzung führte, wurde in langjährigen Versuchen vom Institut für Gesteinshüttenkunde der Technischen Hochschule (RWTH) Aachen durchgeführt.

        Der frische Mörtel ist vor Austrocknung und ungünstigen Witterungseinflüssen wie Frost, Zugluft, direkter Sonneneinstrahlung sowie vor direkter Schlagregeneinwirkung zu schützen (ggf. Abhängen mit Folie). Arbeiten nicht bei Luft- und Untergrundtemperaturen unter +5 °C ausführen.

        Sanierungsversuche mit hierfür ungeeigneten Bindemitteln führen zur Raumunbeständigkeit. Durch die Art und den Ablauf chemischer Reaktion können Verbindungen entstehen, die zum Treiben führen.

        Bekannt in diesem Zusammenhang ist die Bildung des Treibmaterials Ettringit, das erhebliche Schäden auslösen kann oder schon vorhandene Schäden vergrößert. Treibminerale entstehen bereits im Kontakt mit sulfathaltigen Wässern. Besonders gefährlich ist der Kontakt mit gipshaltigem Mauerwerk oder gar die Vermischung von gipshaltigem Mörtel mit zementhaltigen Mörteln. Grundputz für gipshaltiges Mauerwerk ist verträglich mit gipshaltigen Mörteln und Untergründen.

          Außer sauberem Wasser darf dem Grundputz für gipshaltiges Mauerwerk kein anderer Stoff zugemischt werden. Grundputz für gipshaltiges Mauerwerk erhärtet aufgabengemäß langsamer. Fertig verputzte Flächen sind deshalb wirksam vor Austrocknung zu schützen. Bei sachgemäßer Verarbeitung hat der Mörtel nach ca. 7 Tagen die Festigkeit eines herkömmlichen Putzmörtels. Bei niedrigen Temperaturen kann sich dieser Zeitraum erheblich verlängern. Treten niedrigere Außentemperaturen als +5 °C auf, sind die fertiggestellten Bauwerksbereiche wirksam gegen Auskühlung zu schützen.

            HINWEIS:

            Dieses Produkt enthält hoch sulfatbeständigen Zement und reagiert mit Feuchtigkeit/Wasser alkalisch. Deshalb Haut und Augen schützen. Bei Berührung grundsätzlich mit Wasser abspülen. Bei Augenkontakt unverzüglich den Arzt aufsuchen. Siehe auch Sackaufdruck.


              Technische Information

              Bindemittelbasis:Bindemittel gem. Patent

              PA 3437680
              Mörtelgruppe:GP CS II gem. DIN EN 998-1

              P II gem. DIN V 18550

              MG P II gem. DIN 18550
              Druckfestigkeit:≥ 2,5 N/mm2
              Körnung:0-4 mm
              Verarbeitungszeit:ca. 2 Stunden
              Verarbeitungstemperatur:+5 °C bis +30 °C
              Wasserbedarf:ca. 5,5 l Wasser auf 30 kg
              Verbrauch:ca. 21,5 kg/m2 bei 15 mm Putzdicke
              Ergiebigkeit:ca. 21 l von 30 kg
              Lagerung:trocken und sachgerecht
              Lieferform:30-kg-Säcke
              Farben:grau/hellbeige