Mineralische Dichtungsschlämme flexibel - MDF

Mineralische Dichtungsschlämme flexibel
MDF

  • mineralische, rissüberbrückende, flexible, einkomponentige Dichtungsschlämme
  • zur Abdichtung von erdberührten Außenwandflächen und Bodenplatten aus Beton bei Bodenfeuchte und nichtdrückendem Wasser (gemäß DIN 18533 W1-E)
  • zur Querschnittsabdichtung sowie Feuchteschutz gegen Spritz- und Sickerwasser am Wandsockel (gemäß DIN 18533 W4-E)
  • mit allgemeinem bauaufsichtlichen Prüfzeugnis P-1201/516/16 MPA-BS
  • mit Fassadenfarben überstreichbar
  • Verbrauch: ca. 1,4 kg/m² pro mm Trockenschichtdicke

Anwendungen

  • zur Abdichtung von erdberührten Außenwandflächen und Bodenplatten aus Beton bei Bodenfeuchte und nichtdrückendem Wasser (gemäß DIN 18533 W1-E)
  • zur Querschnittsabdichtung sowie Feuchteschutz gegen Spritz- und Sickerwasser am Wandsockel (gemäß DIN 18533 W4-E)
  • als Bauwerksabdichtung im erdberührten Bereich gemäß allgemeinem bauaufsichtlichen Prüfzeugnis
  • zur Innenabdichtung von Kellern bei negativem Wasserdruck
  • für Wand und Boden
  • für außen und innen

Eigenschaften

  • mit allgemeinem bauaufsichtlichen Prüfzeugnis P-1201/516/16 MPA-BS
  • mit Fassadenfarben überstreichbar
  • einkomponentig
  • Konsistenz: streich-, spachtel- oder spritzfähig einstellbar
  • schnelltrocknend
  • universell einsetzbar
  • rissüberbrückend
  • dauerelastisch
  • wasserundurchlässig nach Erhärtung
  • silikonverträglich
  • wasserdampfdiffusionsoffen
  • verformungsfähig und spannungsabbauend
  • frostbeständig
  • alterungsbeständig

Zusammensetzung

  • zementhaltiges, polymervergütetes Bindemittel
  • mineralische Zuschlagstoffe gemäß DIN EN 13139

Lieferform

  • 20 kg/Sack

Untergrund

Allgemein

  • Beton, Leichtbeton, Porenbeton

  • vollfugiges Mauerwerk
  • Kalk-Zementputze und Zementputze
  • Zementestriche, beheizt und unbeheizt

Beschaffenheit / Prüfungen

  • Der Untergrund muss trocken, tragfähig, sauber, staubfrei sowie frei von haftmindernden Rückständen, Trennmitteln, Ausblühungen und Sinterschichten sein.
  • Die Restfeuchte bei Zementestrichen darf maximal 2,0 CM-% betragen.

Vorbehandlung

  • Haftungsmindernde Schichten und Verunreinigungen, z. B. Staub, Sinterschichten, Ausblühungen oder Trennmittelrückstände mit geeigneten Maßnahmen sorgfältig entfernen.
  • Unebenheiten, Fehlstellen, Kiesnester und Lunker in der zu beschichtenden Fläche sind mit mineralischen Spachtelmassen flächeneben auszufüllen. Grate und lose Teile sorgfältig entfernen.
  • Kanten sind zu brechen und Hohlkehlen sind mit einem geeigneten Mörtel, z. B. quick-mix SAN-S Sperrputz, im Radius von 40 bis 60 mm auszuführen.
  • Stark saugende Untergründe mit AKURIT GTA Acrylat-Tiefengrund vorbehandeln.
  • Untergrund gleichmäßig, mattfeucht vornässen.
  • Auf nicht saugenden Untergründen ist vorab eine Kratzspachtelung mit quick-mix MDF aufzubringen.

Verarbeitung

Temperatur

  • Nicht verarbeiten, trocknen und aushärten lassen bei Luft-, Material- und Untergrundtemperaturen unter +5°C und bei zu erwartendem Nachtfrost sowie über +25°C, direkter Sonneneinstrahlung, stark aufgewärmten Untergründen und/oder starker Windeinwirkung.

Anmischen / Zubereiten / Aufbereiten

  • Material mit einem geeigneten Rührwerk homogen und knollenfrei anmischen, kurz reifen lassen und nochmals aufrühren.
  • Reifezeit: ca. 3 Minuten
  • Verarbeitungskonsistenz: streich-, spachtel- oder spritzfähig
  • Das angemischte Produkt kann mit handelsüblichen Förderpumpen gefördert und gespritzt werden.
  • Nicht mit anderen Produkten und/oder Fremdstoffen vermischen.

Auftragen / Verarbeiten

  • Material mit einem geeigneten Werkzeug, z. B einer festen Bürste, Quast, Glättkelle oder im Spritzverfahren in 2 bis 3 Arbeitsgängen in streichfähiger Konsistenz jeweils ca. 1-2 mm oder in spachtelfähiger Konsistenz ca. 2-3 mm gleichmäßig und satt auf dem Untergrund auftragen. Der erste Auftrag erfolgt im Streichverfahren, wobei die Dichtschlämme intensiv, gleichmäßig und oberflächendicht aufgetragen werden muss.
  • Zwischen den Arbeitsgängen ist je nach Witterung eine Trockenzeit von ca. 3 Stunden einzuhalten (bei +20°C und 50% relativer Luftfeuchte).
  • Der nachfolgende Auftrag darf erst erfolgen, wenn die vorhergehend aufgebrachte Lage ausreichend fest ist.
  • Die Trockenschichtdicke muss mindestens 2 mm bis maximal 5 mm betragen.

Verarbeitbare Zeit

  • ca. 1 Stunde
  • Zeitangaben beziehen sich auf +23°C und 50% relative Luftfeuchtigkeit.
  • Bereits angesteifter Mörtel darf nicht mehr mit zusätzlichem Wasser verdünnt, aufgemischt und weiter verarbeitet werden.

Trocknung / Erhärtung

  • Bei ungünstigen Witterungsbedingungen (z. B. Schlagregen, starke Sonnen- und/oder Windeinwirkung, Frost) sind geeignete Schutzmaßnahmen, insbesondere für frisch beschichtete Flächen zu treffen.
  • Die Bauwerksabdichtung muss vor Beschädigungen durch nachfolgende Arbeiten geschützt werden, z. B. durch Schutz- oder Drainplatten, Folien o. ä..Vor dem Anbringen von Schutzschichten muss die Beschichtung vollständig durchgetrocknet sein. Punkt- und linienförmige Belastungen sind zu vermeiden.
  • Belastbar durch Wasser frühestens nach 7 Tagen.

Nachfolgende Beschichtung / Überarbeitbarkeit

  • Im Außenbereich muss die Dichtschlämme vor dem Anbringen von Schutzschichten oder dem Anfüllen von Erdreich vollständig ausgetrocknet sein (je nach Witterung ca. 1-3 Tage). Beim Anfüllmaterial darauf achten, dass kein wasserbindender Boden (Lehm) an die Abdichtungsfläche stößt. Bei dieser Art der Bodenbeschaffenheit einen ca. 50 cm breiten Bereich vor der Abdichtung mit wasserdurchlässigem Füllmaterial lagenweise einbringen. Die Beschichtung muss vor dem Anfüllen ausreichend abgebunden haben und ausreichend geschützt sein (Kellenputz, Schutz-, Dränplatten o.ä.).Punkt- und linienförmige Lasten vermeiden.

  • Das Produkt kann mit für den Sockelbereich geeigneten Fassadenfarben überstrichen werden.
  • Die Abdichtung ist vor Beschädigungen durch Schutz- oder Nutzschichten gemäß DIN 4095 oder DIN 18533 zu schützen.
  • Zum Verputzen mit Sockelputzen muss die vollständig durchgetröcknete Dichtschlämme mit AKURIT MH grau Universal Haftbrücke vorbehandelt werden. Nach einer Trocknungszeit von mindestens 1 Tag können anschließend für den Sockelbereich geeignete Putzmörtel aufgetragen werden.

Werkzeugreinigung

  • Werkzeuge und Geräte sofort nach Gebrauch mit Wasser reinigen.

Hinweise

  • Bei Bauwerks-Abdichtungsarbeiten sind die aktuelle DIN 18533 und die "Richtlinie für die Planung und Ausführung von Abdichtungen von Bauteilen mit mineralischen Dichtungsschlämmen", herausgegeben von der Deutschen Bauchemie e.V., zu beachten.
  • Die Abdichtung ist durch geeignete Maßnahmen vor Beschädigung zu schützen.

Verbrauch / Ergiebigkeit

  • Die Verbrauchsmenge ist abhängig von der Beschaffenheit des Untergrunds und des Auftragsverfahrens. Genauen Wert durch Probeauftrag am Objekt ermitteln.
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