Bohrloch-Microemulsion - BLM

Bohrloch-Microemulsion
BLM

  • lösemittelfreies, hydrophobierendes Silikon-Konzentrat
  • für das nachträgliche Anlegen einer Horizontalabdichtung gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit
  • bei Mauerwerk mit einem hohen Durchfeuchtungsgrad von > 50%
  • kapillarverdichtend
  • Verbrauch: ca. 0,5 ltr. je lfd. Meter Mauerwerk

  • Produktmerkmale
  • Verarbeitung
  • Downloads

Anwendungen

  • für das nachträgliche Anlegen einer Horizontalabdichtung gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit
  • bei Mauerwerk mit einem hohen Durchfeuchtungsgrad von > 50%
  • für drucklose Injektionen im Bohrlochverfahren und Druckinjektionen im Niederdruckverfahren (< 10 bar)

Eigenschaften

  • kapillarverdichtend
  • lösemittelfrei
  • hydrophobierend

Lieferform

  • 1 l/Flasche

Untergrund

Beschaffenheit / Prüfungen

  • Der Untergrund muss fest, tragfähig, frei von Frost, Staub, Schmutz und Mörtelresten sein.

Vorbehandlung

  • Die Anordnung der Bohrlöcher ist abhängig vom Injektionsverfahren. Die Hinweise des WTA-Merkblatts 4-4-04 "Mauerwerkinjektion gegen aufsteigende Feuchtigkeit" sind zu beachten.
  • Anlegen der Bohrlöcher zur drucklosen Injektage ohne Bohrlochkartuschen:
    Die Bohrlöcher sollen einen Durchmesser von 20 - 30 mm aufweisen und in einem Winkel von ca. 30° gesetzt werden. Derhorizontale Abstand bei zweireihig angeordneten Bohrlöcher sollte ca. 10 - 12 cm betragen. Der Höhenversatz bei zweireihiger Anordnung der Bohrlöcher sollte 8 cm nicht überschreiten. Die Bohrlöcher sind dann so versetzt anzuordnen, dass die zweite Reihe mittig in den Abständen zweier Bohrlöcher der ersten Reihe liegt. In jedem Fall müssen die Bohrlöcher mindestens eine Lagerfuge durchkreuzen. Die Bohrlochtiefe ergibt sich aus dem Wandquerschnitt abzüglich 5 cm.
    Mit Bohrlochkartuschen:
    Wie ohne Bohrlochkartuschen, jedoch: Bei Verwendung von Bohrlochkartuschen kann der Bohrlochdurchmesser 16 mm betragen. Die Bohrung muss dann in einem Neigungswinkel von 45° gesetzt werden.
  • Anlegen der Bohrlöcher zur Injektage im Niederdruckverfahren:
    Der Bohrlochdurchmesser richtet sich nach Querschnitt der zur Anwendung kommenden Einfüllhilfe (Packer). Der horizontale Abstand der Bohrlöcher sollte 10 - 12,5 cm betragen. Die Bohrung wird waagerecht angelegt. Die Bohrlochtiefe entspricht der Wanddicke abzüglich 5 cm. Bei Wandstärken über 60 cm beträgt die Bohrlochtiefe 2/3 der Wandstärke. Die Bohrlöcher können beidseitig, einreihig angeordnet werden.
  • Bohrlöcher sind von Staub und losen Teilen zu befreien. Das Mauerwerk ist auf evtl. vorhandene Hohlräume zu untersuchen.

Verarbeitung

Temperatur

  • Nicht verarbeiten und trocknen / abbinden lassen bei Luft-, Material- und Untergrundtemperaturen unter +5°C und bei zu erwartendem Nachtfrost sowie über +30°C, direkter Sonneneinstrahlung, stark erwärmten Untergründen und/oder starker Windeinwirkung.

Anmischen / Zubereiten / Aufbereiten

  • Bohrloch-Microemulsion BLM bei hoher Durchfeuchtung im Verhältnis 1:10, bei geringer Durchfeuchtung im Verhältnis bis maximal 1:14 mit Wasser verdünnen.

Auftragen / Verarbeiten

  • Vorbereitende Arbeiten zur Bohrlochinjektion: Vorhandene Hohlräume im Wandbildner mit quick-mix BLS Bohrlochschlämme füllen. Nach ca. 1-2 Tagen die Bohrlöcher wieder aufbohren.
  • Bohrlöcher mit dem Injektionsmittel füllen. Vor dem Austrocknen nachfüllen und den Vorgang so lange wiederholen, bis das Mauerwerk keine Flüssigkeit mehr aufnimmt und eine vollständige Sättigung erreicht ist.
  • Bei Anwendung im Niederdruckverfahren Packer in die Bohrlöcher setzen und das Injektionsmittel mit geeigneter Dosierpumpe injizieren (bis maximal 10 bar).

Werkzeugreinigung

  • Werkzeuge und Geräte sofort nach Gebrauch mit Wasser reinigen.

Hinweise

  • Bei der nachträglichen Injektion sind die Hinweise des WTA-Merkblatts 4-4-04 "Mauerwerksinjektion gegen aufsteigende Feuchtigkeit" zu beachten.