Suche

Baulexikon

alle Einträge 0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Abbindbeschleuniger

Erstarrungsbeschleuniger sind Betonzusatzmittel, welche die Erstarrungszeit des Betons reduzieren. Sie werden bei Bauteilen verwandt, die sich dadurch kennzeichnen, dass sie schnell abbinden müssen. Des Weiteren finden Abbindbeschleuniger Verwendung beim Betonieren über Kopf liegender Bauteile mit Spritzbeton (beispielsweise im Tunnelbau usw.), damit der Beton nach dem Auftragen haftet.

Abbinden

Übliche Bezeichnung für die stufenweise Abtrocknung von Estrich, Putz, Spachtel, Mörtel etc. bis zum endgültigen Abschluss des Klebevorgangs. In bezug auf das verwandte Material sind die unterschiedlichen Abbindezeiten unserer Produkte zu beachten, bevor eine Weiterverarbeitung erfolgen kann. Dieser Vorgang kann beispielsweise bei Fließestrich bis zu drei Wochen dauern. Bei Beton spricht man nicht von Abbinden, sondern von Erstarren.

Abbindeverzögerer

Erstarrungsverzögerer sind Betonzusatzmittel, welche die Erstarrungszeit des Betons mitunter deutlich erhöht. Dies führt zu einem verlängerten, Verarbeitungszeitraum. Zu diesem Zweck werden Erstarrungsverzögerer, bestehend aus meist mehreren anorganischen und organischen Substanzen (z. B. Phosphaten, Ligninsulfaten, Zuckerderivaten oder Oxicarbonsäuren) eingesetzt.

Abdichtband

Ein sich nach Einbringen in eine Fuge ausdehnendes, abdichtendes Schaumstoffdichtungsband (vorkomprimiert, imprägniert) auf Polyurethanbasis. Einsatzbereiche: Dehnfugen, Abdichtungen bzw. Fertigbauteile, Asbestzementteile, Fenster- und Türanschlüsse, Trennwände etc.

Abdichtung

Gemäß DIN 18195 dient die Abdichtung dem Schutz eines Gebäudes vor Wasser oder Feuchtigkeit. Gefährdete Bauteile (z. B. Kelleraußenwände) werden von der Abdichtung umschlossen und so gegen versickerndes Niederschlagswasser, Bodenfeuchtigkeit und aufsteigendes Grundwasser mittels bituminöser Anstriche, Bitumenbahnen oder Spachtelmasse abgedichtet. Gegen Regen und Schneewasser werden bituminöser Dachbahnen (z. B. Schweißbahnen) oder Polyethylen (PE-Folien) auf Flachdächern angebracht. Die durch die UV-Strahlung gefährdeten Folien werden selbst von Dachbegrünungen oder Bekiesung  vor Umwelteinflüssen geschützt. Zwischen Dachabdichtung und Bauwerksabdichtung ist aufgrund der differenzierten Anforderungen zu unterscheiden.

Abdichtungsbahn

Für die Abdichtung von Bauteilen bzw. Bauwerken unterhalb der Geländeoberkante sind Abdichtungsbahnen notwendig. Sie bestehen gemäß DIN 18190 aus einem beidseitig mit Bitumen beschichtetem Trägerrohling aus Rohfilz, Glasvlies, Jute, Kupfer- oder Aluminiumband bzw. PETP-Folie, die mit Feinsand bestreut ist.

Abplatzen

Oberflächennahe Betonschichten können durch eine rostende Bewehrung, gefrierendes Wasser oder quellfähige Zuschläge abplatzen. Bei äußerlicher Schlag- oder Stoßeinwirkung gilt Ähnliches. Abplatzungen treten auch bei Innen- und vor allem bei Außenputzen auf.
Der häufigste Grund für auftretende Abplatzungen liegt in mangelnder Verabreitung (falsche Zusammensetzung der Komponenten, starke Durchfeuchtung etc.).

Absanden

Verfahren zum Entrosten oder Reinigen von Baustoffoberflächen mit Hilfe eines scharfkörnigen Strahlmittels, das mit großem Druck auf die zu behandelnde Fläche gesprüht wird. Verwendung findet dieses Verfahren auch zur nachträglichen Oberflächenbehandlung von beispielsweise Beton. Hierbei wird die oberste Zementsteinschicht entfernt und der darunter liegende Zuschlag sichtbar. Besondere Effekte lassen sich hierbei durch das Verwenden von farbigen Zuschlagstoffen und farbigem Zementstein erzielen. Des Weiteren ist es möglich, mit diesem Verfahren  Muster, Motive und Dekore in Glas, Metall und Naturstein einzuarbeiten.

Absperren

Die Belastungen aus Tabakrauch lagern sich in den Decken, Böden und Wänden eines Raumes ein. Bei späteren Renovierungen treten diese Ablagerungen als Schlieren und Flecken in der Beschichtung hervor. Selbst mehrfaches Überstreichen erzielt nicht die gewünschte Abhilfe. Diese lässt sich nur mit Absperrmitteln erzielen.

Algenbewuchs

Natürlicher Bestandteil unserer Umwelt sind Algen. Man findet sie oft an Verkehrsschildern und Gebäudefassaden. Da sie die Optik eines Hauses beeinträchtigen, sind sie unerwünscht. Algenbewuchs entsteht durch Feuchtigkeit auf der Bauteiloberfläche und dicht anstehenden Bewuchs von Pflanzen. Algen beschädigen die betroffenen Bauteile nicht, verändern aber die Optik und Qualität einer Fassade.

Algizide

Algizide sind chemische Wirkstoffe zur längerfristigen Bekämpfung/Verhinderung von Algen, Flechten und Moosen. Gestiegene Anforderung haben dazu geführt, dass trotz einer möglichst geringen Giftigkeit eine möglichst hohe Wirksamkeit erzielt wird.

Alkali-Kalkglas

Natron-Kalk-Glas setzt sich aus Natriumoxid, Kalziumoxid und Siliziumdioxid, Kali-Kalk-Glas aus Kaliumoxid, Kalziumoxid und Siliziumdioxid zusammen. Das natriumhaltige Glas stellt im Prinzip das normale Gebrauchsglas dar. Hierzu zählen z. B. Fensterglas, Flaschen- und Spiegelglas. Kaliumhaltige Gläser sind im Gegensatz zu den Natron-Kalk-Gläsern schwerer schmelzbar. Kali-Kalk-Gläser verwendet man für besondere Zwecke wie z. B. Kronglas (optische Gläser). Darüber hinaus gibt es Gläser, die sowohl natrium- als auch kaliumhaltig sind. Zur technischen Herstellung dieser Gläser verwendet man Quarzsand, Natriumkarbonat (Soda) und/oder Kaliumkarbonat (Pottasche). Als Kalkkomponente (Kalziumkarbonat) werden Kreide oder Marmor bzw. bei weniger feinen Gläsern Kalkspat oder Kalkstein eingesetzt. Beim Erhitzen bilden die Karbonate letztendlich das entsprechende Oxid und geben dabei Kohlendioxid ab. Zu einem geringen Anteil enthalten diese Gläser außerdem Aluminiumtrioxid und Magnesiumoxid.

Alkalireaktion

Zuschläge wie beispielsweise Opalstein oder Flint können in feuchter Umgebung mit denen im Beton vorhandenen Alkalien reagieren. In ungünstigen Fällen kann dies zu einer Volumenvermehrung im Beton und zu Schäden wie etwa Ausscheidungen, Abplatzungen oder Rissen führen. Gegebenenfalls muss der Alkaligehalt des Betons durch Zement mit niedrigem Alkaligehalt vermindert werden.

Allgemein anerkannter Stand der Technik

Es besteht keine allgemein gültige bzw. gesetzliche Definition der Begriffe „allgemein anerkannter Stand der Technik“ bzw. „anerkannte Regeln der Technik“. Im privaten Baurecht haben diese Begriffe jedoch weitreichende Bedeutung erlangt. In Klauselsammlungen als auch im Gesetzestext bezieht man sich auf anerkannte Regeln der Technik. Dies sind eigendynamische Regelungen, die ständiger Weiterentwicklung unterliegen. Sie müssen nicht zwingend schriftlich festgehalten sein. Mit dem Begriff werden alle Anleitungen für handwerkliche und industrielle Verfahrensweisen zu Herstellung oder Verwendung von technischen Anlagen, Geräten, Maschinen, Bauwerken usw. erfasst. Diese Regeln gelten in der Wissenschaft als theoretisch richtig und sind im Kreis der nach neuestem Erkenntnisstand vorgebildeten Techniker durchweg bekannt. Große Teile dieser Regelungen sind in DIN-Normen niedergelegt.

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung

Das Deutsche Institut für Bautechnik (Berlin), erteilt die „Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung“ für neu eingeführte Produkte, sobald der Hersteller die Verwendbarkeit von Produkt und Bauverfahren nachgewiesen hat. Diese Zulassung leistet jedoch keine Gewähr dafür, dass die neu eingeführten Produkte nicht mit noch unbekannten Mängeln behaftet sind.

Aluminiumkaschierung

Als Aluminiumkaschierung bezeichnet man die Aluminiumschicht, mit welcher Dämmstoffe (Platten oder Rollen) beschichtet sind. Diese Beschichtung verleiht den Materialien dampfdiffusionsdichte Eigenschaften und fungiert somit als Dampfsperre, wobei die beschichtete Seite in Richtung des zu dämmenden Raumes zu verarbeiten ist.
Nach DIN beträgt die nicht zu unterschreitende Dicke dieser Schicht mindestens 0,05 mm.
Entstehende Überlappungen sind zusätzlich abzudichten bzw. abzukleben.

Amortisationszeit

Investitionsgüter wie beispielsweise ein WDV-System haben eine bestimmte Lebensdauer, bis eine Neuanschaffung erfolgen muss. Die Amortisationszeit beschreibt den Prozess in dem anfängliche Aufwendungen für ein Objekt durch dadurch entstehende Einsparungen gedeckt werden.

Anhydrit

Ein dem Gipsstein ähnliches, natürlich vorkommendes Sedimentgestein (abgelagert) in weißgrauer Farbgebung ohne jegliche Bindung von Kalkwasser. Bei der Herstellung von Gips wird durch das Brennen von Gipsstein der so genannte  Anhydritgips hergestellt.

Anhydritestrich

Findet häufigen Einsatz aufgrund seiner frühen Begeh- und Belastbarkeit, seiner ökologischen Unbedenklichkeit und seiner leichten Verarbeitung. Gute Eignung als Heizestrich, da er optimale Wärmeleit- und Wärmespeicherfähigkeit besitzt und nicht brennbar und spannungsarm ist. Nicht geeignet ist der Estrich für den Außenbereich, da er stark feuchtigkeitsempfindlich ist. Demnach kann er nicht in Nassräumen als Nutz-Estrich ohne Belag oder als Verbundestrich bei Dampfdiffusion aus dem Untergrund verwendet werden.

Anmachwasser

Als Anmachwasser bezeichnet man das Wasser, welches bei der Mischung und Aufbereitung von beispielsweise Beton, Mörtel oder Gips zugegeben werden muss, um ihn verarbeitbar zu machen und den Abbindeprozess in Gang zu bringen.

alle Einträge 0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
< zurück Seite 1 Seite 2 Seite 3 weiter >