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Baulexikon

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Wasserdampfdiffusion

Dadurch, dass Wasserdampf immer bestrebt ist, überall konstante Druckverhältnisse herzustellen, kommt es zu einer Abwanderung von Wasserdampf von außen nach innen oder umgekehrt durch verschiedene Bauteile. Diese Abwanderung wird Wasserdampfdiffusion genannt.

Wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke

Die Wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke (Sd-Wert) eines Stoffes ist das Produkt aus der Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl (µ) und der Stoffdicke (d) (Sd = d * µ). Es bezeichnet die gleiche Dicke der Luftschicht in m. Wasserdampfdurchlässige Schichten haben einen Sd-Wert von weniger als 0,05 m, Dampfbremsen haben einen Sd-Wert zwischen 0,05 und 10 m, während Dampfsperren eine Sd-Wert von über 10 m haben. Schichten mit einem Sd-Wert von über 1500 m gelten praktisch als wasserdampfdicht.

Weißzement

Weißzement ist eine besondere Abwandlung des normalerweise grauen Zements. Weißzemente werden aus sehr eisen- und manganarmen Rohstoffen hergestellt (Fe2O3-Gehalt < 0,1 %) und hauptsächlich für Terrazzo, Sichtbeton und Putz eingesetzt. Weißzement eignet sich nicht nur für hellfarbige Zubereitungen, sondern lässt sich mit Farbpigmenten auch weitaus leichter einfärben als gewöhnlicher grauer Portlandzement. Dies macht man sich insbesondere bei der Herstellung farbiger Terrazzoplatten zu Nutze.

Wärmebrücke

Die Wärmebrücke ist eine technische Schwachstelle in einer Fassade. An diesen Stellen wird Wärme besonders gut abgeleitet. Diese Schwachstellen bestehen zum Beispiel bei Decken, Rollladenkästen, betonierten Betonscheiben oder ausragenden Bauteilen wie Balkonen. Auf diese Wärmebrücken wird man durch dort auftretende, feuchte Stellen aufmerksam, da an diesen Stellen durch den Temperaturunterschied Wasser kondensiert. Eine  Folge dessen ist anschließende Schimmelbildung an diesen Stellen. Dem  kann man mit einer guten Wärmedämmung präventiv entgegenwirken. Wärmebrücken werden oft fälschlicher Weise als Kältebrücken bezeichnet.

Wärmedämmung

Baustoffe, die über eine geringe Rohdichte und Wärmeleitfähigkeit verfügen nennt man Wärmedämmstoffe. Als Dämmstoffe werden Mineralwolle, Polystyrol, PUR-Hartschaum, Hanfwolle, Holzfaserplatten, Perlite oder Schaumglas eingesetzt. Der jeweilige Dämmstoff muss jedoch den Anforderungen seines Anwendungsgebietes entsprechen, darf beispielsweise bei einer Fassadendämmung kein Wasser aufnehmen.

Wärmedämmverbundsysteme

Sie stellen ein kombiniertes Montage-, Klebe-, und Beschichtungssystem dar, wie es durch DIN V18559 geregelt wird. An den Außenwänden eines Gebäudes werden wärmedämmende Materialien (Mineralwolle, Polystyrolplatten, usw.) mit Hilfe von Dübeln, Klebemörteln, Halteleisten oder Ähnlichem befestigt. Anschließend wird diese Dämmung beschichtet. Diese Beschichtung besteht aus einer Armierungsschicht und einer Schlussbeschichtung wie einem Putz oder einer keramischen Verkleidung. Diese Beschichtung sollte möglichst wasserdampfdurchlässig, aber wasserabweisend gefertigt sein. Der Begriff „Verbundsystem“ stellt klar, dass mehrere Komponenten zusammen im System als  aufeinander abgestimmter Verbund wirken.

Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit eines Stoffes sagt aus, wie viel kWh in Wärme durch ein Baustoff auf einer Fläche von 1 m² und 1 m Dicke in einer Stunde transportiert werden, wenn zwischen beiden Seiten des Stoffes eine Temperaturdifferenz von 1 °C besteht. Je kleiner der daraus resultierende Wert ist, desto besser ist die Wärmedämmfähigkeit des Baustoffes.

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