Suche

Baulexikon

alle Einträge 0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Passivhaus

Wohnhaus, dessen Wohnklima ohne Heizsysteme reguliert wird. Passivhäuser verfügen über eine extrem gute Wärmedämmung in bezug auf die Gebäudehülle, Fenster und Außentüren. Wesentlicher Faktor der Energieerzeugung eines Passivhauses sind alternative Energien. Belüftung und Wärmerückgewinnung werden durch hausinterne Systeme versorgt. Sie sind von externen Energien quasi autark (bis auf eine Reserve für extrem kalte Winter beispielsweise).

Perlite

Ein aus dem vulkanischen Gestein Perlit bestehender Dämmstoff. Er ist in Plattenform oder als Schüttung erhältlich. Schüttungen eignen sich beispielsweise gut für Hohlraumfüllungen. Das Material ist unbrennbar und ungezieferresistent.

Polyethylen

Dies ist ein Kunststoff, welcher der Gruppe der Thermoplasten zuzuordnen ist. Polyethylen schmilzt bei 115 °C und ist noch bei -50 °C flexibel. Durch diese Eigenschaften und die Resistenz gegen Säuren, Laugen und Salze ist der Kunststoff für die Verwendung als Baufolie prädestiniert.

Polygonalplatten

Polygonal entspricht dem deutschen Wort „vieleckig“. Demnach sind Polygonalplatten vieleckige Natursteinplatten. Sie werden nicht in eine spezielle Form gehauen, sondern so wie aus dem Steinbruch kommend, verarbeitet. Dadurch haben sie auch eine recht raue Oberfläche und sind somit rutschfest. Dies ist ein maßgeblicher Grund dafür, dass Polygonalplatten häufig auf Terrassen oder Gehwegen Anwendung finden. Die Platten sind meist zwischen 20 und 70 mm stark und in drei verschiedenen Größenkategorien erhältlich. Normalerweise werden Polygonalplatten in Beton mit Mörtelverfugung verlegt. Dickere Platten können aufgrund ihrer höheren Stabilität auch in Sand oder Splitt verlegt werden.

Polystyrol

Polystyrol ist ein Dämmstoff der in zwei Arten klassifiziert wird. Zum Einen gibt es expandierendes Polystyrol (EPS) zum Anderen extrudiertes Polystyrol. Beide Dämmstoffe entstehen unter hohem Energieverbrauch aus den Rohstoffen Ethylbenzin, Aluminiumchlorid und Benzol. Das Polystyrol wird zum Dämmstoff, nachdem es auf den 20- bis 50-fachen Umfang aufgeschäumt wurde. Bei der Produktion von EPS wird das Gas Pentan genutzt, während XPS mit Hilfe von Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe produziert wird. Mit den fertigen Platten lassen sich große Flächen schnell dämmen. EPS wird hauptsächlich bei der Fassadendämmung unter dem Estrich und im Dachbereich eingesetzt. XPS-Platten eignen sich zur Dämmung von Kelleraußenwänden bzw. Flachdächern. Der wesentlich Unterschied zwischen den beiden Platten liegt in ihre unterschiedlichen Druckfestigkeit.

Polyurethan

Dies ist ein Kunststoff, der in steifer oder flexibler Form vorliegen kann. Polyurethan findet in Form von Lacken und Klebern Verwendung. In geschäumter Form eignest es sich als Wärmedämmstoff oder als Füllung für Polstermöbel. In Verbindung mit Kautschuk eignet es sich als Abdichtung für Fugen im Betonbau.

Porenbeton

Aus Porenbeton werden z. B. Mauer- und Plansteine, Bauplatten und bewehrten Decken- und Dachplatten erstellt. Er ist in die Gruppe der Leichtbetone einzuordnen. Neben ihrem geringen Eigengewicht zeichnen sich Bauelemente durch ihren geringen L-Wert (Lambda-Wert) und ihre leichte Handhabung aus. Er wird mit Dünnbettmörtel verarbeitet und lässt sich mit Handsägen auf das passende Format zurecht schneiden.

Porenwasser

Als Porenwasser, bezeichnet man Wasser, welches in den Poren von Beton oder Gestein enthalten ist. Man unterscheidet nach Gelporen und Kapillarporen. Gelporen sind die kleineren von beiden. Das in ihnen verbleibende Wasser wird zum größten Teil an der Oberfläche gebunden. Es gefriert daher erst bei tiefen Temperaturen. Kapillarporen dagegen sind größer. Somit haftet auch mehr Wasser an den Porenwänden, was bei entsprechenden Temperaturen verdampfen oder gefrieren kann. Schäden am Bauwerk sind die Folge.

Porosität

In der Geologie, Hydrogeologie und Bodenkunde bezeichnet die Porosität das Verhältnis des Volumens aller Hohlräume eines porösen Festkörpers zu dessen äußerem Volumen. Es handelt sich also um ein Maß dafür, wie viel Raum der eigentliche Feststoff aufgrund seiner Körnung oder Klüftung innerhalb eines bestimmten Volumens ausfüllt bzw. welche Hohlräume er in diesem hinterlässt. Die Poren sind dabei in der Regel mit Luft und/oder Wasser gefüllt.

Portlandzement

Portlandzement ist ein meist graues Pulver, welches in großindustriellen Prozessen aus den Rohmaterialien Kalkstein, Ton, Sand und Eisenerz hergestellt wird. Wichtigstes Anwendungsgebiet ist die Herstellung von Mörtel und Beton, also das Verbinden natürlicher oder künstlicher Zuschläge zu einem festen Baustoff, der üblichen Umwelteinwirkungen gegenüber dauerhaft ist. Aufgrund der hohen Festigkeit und Dauerhaftigkeit von Beton ist Zement weltweit eines der wichtigsten Bindemittel.

Primärenergieträger

Dies sind Energieträger wie beispielsweise Rohöl, Kohle, Erdgas usw., also Rohstoffe, die der Energiegewinnung dienen, sich jedoch noch in ihrer ursprünglichen Form befinden.

Putzrisse

Risse, die durch die Putzschicht verlaufen. Sie wirken sich nicht auf die Stabilität des Tragwerkes aus, können jedoch zu einer Durchfeuchtung des Mauerwerks und einem Verlust der Dämmwirkung führen. Durch das Aufbringen rissüberbrückender Gewebe oder der Beschichtung mit dauerelastischer Farbe können größere und kleinere Risse behoben werden.

Putzträger

Einige Untergründe sind so glatt, dass Putze darauf nicht haften können. Um trotzdem Putze aufbringen zu können verwendet man Putzträger wie beispielsweise: Metallgewebe, Streckgitter, Lochbleche, Schilfmatten oder Holzwolleplatten.

Puzzolan

Puzzolane sind kieselsäure- oder tonerdehaltige natürliche oder künstliche Stoffe ohne eigenständiges Bindevermögen. Zusammen mit Wasser und Kalk bilden sie wasserunlösliche Verbindungen mit zementartigen Eigenschaften (Calciumsilicathydrate und Calciumaluminathydrate). Dies sind die gleichen Kristalle, die bei der Erhärtung von Zement entstehen und die Festigkeit und Dichtigkeit bewirken. Deshalb werden Puzzolane häufig als Zusatzstoffe für die Herstellung von Beton verwendet. Als natürliches Puzzolan gilt in erster Linie vulkanischer Tuff, in Deutschland insbesondere der rheinische Trass. Als künstliches Puzzolan gilt z. B. Flugasche.

alle Einträge 0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z