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Baulexikon

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Gips

Gips ist ein Produkt, dass sich aus der chemischen Reaktion von Kalk mit Sulfat-Ionen ergibt. Dieser Prozess kann sowohl natürlich, als auch künstlich hervorgerufen werden. In der Industrie fällt Gips bei der Rauchgasentschwefelung an. Er dient beispielsweise bei der Zementherstellung als Erstarrungszeitregler. Man unterscheidet zwischen Stuck-, Putz-, und Marmorgipsen. Außerdem ist Gips ein wichtiger Bestandteil von Gipskartonplatten, Gipsfaserplatten und Gips-Wandbauplatten. Gipse sind lediglich für den Innenbereich anwendbar, da sie extrem feuchtigkeitsanfällig sind.

Gipskartonplatte

Gipskartonplatten werden häufig für den Innenausbau verwendet. Sie bestehen aus einem mit Karton ummantelten Gipskern und haben auf der Sichtseite eine abgerundete Längskante, die das spätere Verspachteln der Fugen erleichtert. Es gibt spezielle Gipskarton-Feuerschutzplatten, Gipskarton-Putzträgerplatten, Gipskarton-Akustikplatten oder beschichtete Gipskartonplatten. Sie alle zeichnen sich durch eine hohe Anwenderfreundlichkeit hinsichtlich der Verarbeitung aus, da sie durch leichtes Anritzen gut zu brechen und außerdem durch Fräsen oder Bohren leicht zu bearbeiten sind. Im feuchten Zustand, lassen sich gebogene oder runde Formen erzeugen. Gipskartonplatten werden meist durch Schrauben oder Ansetzmörtel fixiert. Das Aufbringen von geeigneten Anstrichen, keramischen Belägen und Tapeten ist herstellerbedingt unterschiedlich zu handhaben.

Glätten

Im Anschluss an das Abziehen wird die ungeschalte Betonoberfläche mit einer Glättkelle oder Fugenglätter bearbeitet (geglättet). Putze und Spachtelmassen werden ebenfalls geglättet.

Grundierung

Als Grundierung (Primer) bezeichnet man eine streichfähige Substanz, die die Saugfähigkeit verringert und die Tragfähigkeit mineralischer Untergründe wie Kalk/Zementputz, Mörtel, Gipsputz, und Beton verbessert. Man unterscheidet zwischen Haft- und Tiefengrund. Primer findet in anderer Formulierung Verwendung als Vorbehandlung von Holz, um ein Durchschlagen bzw. „Ausbluten“ von gefärbten Holzinhaltsstoffen zu verhindern. Um Metalle vor Korrosion zu schützen, werden spezielle Primer eingesetzt. Gleiches gilt für Kunststoffe, die mit Kunststoffprimer behandelt werden.

Gussasphalt-Estrich

Vom Wetter unabhängige Verlegung, bereits nach einem Tag weiterverarbeitungsfähig (belegereif). Der Estrich hat gut Wärme- und Schallschutzeigenschaften, ist geruchlos, wasser- und staubfrei und nahezu dampfdiffusionsdicht. In Folge dessen ist er gut geeignet, in Nassbereichen zum Einsatz zu kommen. Gussasphalt- Estriche bestehen aus Bitumen oder Bitumen und Naturasphalt, Splitt, Sand und Gesteinsmehl. Er wird nach seiner Härte klassifiziert. Die Härte des Materials hängt von der Menge und Art des Füllmaterials sowie von der Temperatur des Estrichs ab. Eingeteilt werden die Klassen in vier Stufen: GE 10 (hart) bis GE 100 (weich).

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