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Baulexikon

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Bauantrag

Der Bauantrag ist der Antrag des Bauherrn auf eine Baugenehmigung für ein Bauvorhaben. Einzelheiten werden durch die Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes geregelt. Wichtig ist, dass alle erforderlichen Unterlagen beiliegen, um die Bearbeitung des Antrags nicht zu verzögern. Bauanträge dürfen nur von Architekten und Bauingenieuren mit Vorlageberechtigung gestellt werden.

Bauanzeige

Solange die Baubehörde nicht innerhalb einer festgelegten Frist widerspricht, reicht im Freistellungsverfahren eine Bauanzeige des Bauherrn zur Baugenehmigung. Somit entfällt der aufwändige Bauantrag.

Bauregelliste

Das Deutsche Institut für Bautechnik (Berlin) publiziert im Einvernehmen mit den obersten Bauaufsichtsbehörden der Länder für die Bauprodukte und Bauarten in der Regelliste die technischen Regeln bekannt, welche zur Erfüllung der in den Landesbauordnungen und in den aufgrund der Landesbauordnungen erlassenen Gesetzen und Verordnungen an bauliche Anlagen gestellte Anforderungen zu beachten sind.

Die Bauregelliste hat unterschiedliche Teile mit verschiedenen Regelungsbereichen:

Die Bauregelliste wir ständig erweitert.

Bauregelliste A (Teile 1,2 und3)

Die Bauregelliste gilt lediglich für Produkte und Bauarten im Sinne Begriffsdefinition der Landesbauordnungen. Die für die Bemessung und Ausführung der baulichen Anlagen zu beachtenden technischen Regeln, die als Technische Baubestimmung öffentlich bekannt gemacht werden, bleiben hiervon unangetastet.

Bauregelliste A Teil 1 enthält geregelte Bauprodukte

Bauregelliste A Teil 2 enthält nicht geregelte Bauprodukte

Bauregelliste A Teil 3 enthält nicht geregelte Bauarten

Bauregelliste B (Teile 1 und 2)

In der Bauregelliste B werden Bauprodukte aufgenommen, welche nach Kriterien der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (inklusive deutscher Vorschriften) sowie der Vertragstaaten des Abkommens über den europäischen Wirtschaftsraum in den Verkehr gebracht und gehandelt werden dürfen und die CE-Kennzeichnung tragen.

Bauregelliste B Teil 1
Hier sind Produkte aufgelistet, die die harmonisierten Vorgaben der europäischen
Bauproduktrichtlinie erfüllen.

Bauregelliste B Teil 2
Hier sind Produkte aufgelistet, die außerhalb des Regelbereichs der Bauproduktrichtlinien liegen und in anderen Richtlinien mitbestimmt sind.

Bauregelliste C
Die Bauregelliste C enthält Produkte, für die es weder Technische Bestimmungen noch allgemein anerkannte Regeln der Technik gibt und die für die Erfüllung bauordnungsrechtlicher Anforderungen nur eine untergeordnete Bedeutung haben.

Baustellenbeton

 Baustellenbeton ist ein erst am Einsatzort gemischter Beton.

Bauwerkabdichtung

Bauwerkabdichtung sind wasserdichte Abschlüsse von Gebäudeteilen zum Schutz des Bauwerks vor Feuchtigkeit. Man differenziert zwischen Maßnahmen gegen Bodenfeuchtigkeit, nicht drückendes Wasser, von außen drückendes Wasser und von innen drückendes Wasser. Zur Abdichtung werden verschiedene Folien (PE-Folie, PVC- Folie, Aluminium-Folie) verwandt. Des Weiteren findet reines Bitumen, Bitumenbahnen,
Bitumendickbeschichtung, Dichtschlämmen oder Unterspannbahnen hierbei Verwendung.

Bauwerksinjektion

Trockenlegungsmethode bei feuchtem Mauerwerk oder Betonteilen mit Rissen. Die Abdichtung erfolgt mittels Injektionen. Es wird zwischen Hoch- und Niederdruckinjektionen differenziert.

Beton

Beton wird aus einen Gemisch aus Zement, Wasser und Zuschlag hergestellt. Diesem Gemisch können Zusatzmittel beigemischt werden, welche die Verarbeitbarkeit oder Konsistenz positiv beeinflussen können. Beton ist kein rein moderner Baustoff, da er bereits im alten Rom verwendet wurde. Wegen seiner hohen Druckfestigkeit kann er für Bauteile, die von Druck beansprucht werden, hervorragend eingesetzt werden, wohingegen er für Bauteile die eine hohe Zugfestigkeit verlangen nicht geeignet ist. Erst durch die Verbindung mit Stahl (Armierungen/Bewährung) wird Beton zu einem universell einsetzbaren Baustoff.

Beton- und Mörtelzusatzmittel

Sie beeinflussen die Eigenschaften des Frisch- und Festbetons. Meist sind diese Zusätze pulverförmige oder flüssige Stoffe, die Auswirkung auf den Erstarrungsbeginn oder die Verarbeitbarkeit des Betons haben. Übliche Zusatzstoffe sind: Betonverflüssiger, Dichtungsmittel, Luftporenbildner, Erstarrungsverzögerer und -beschleuniger, Einpresshilfen oder Stabilisatoren.

Betonfestigkeitsklassen

Je nach Anforderungen im Bauteil, ist der Beton in Festigkeitsklassen eingeteilt. Differenziert wird zwischen Deutscher- und Europäischer Industrienorm (B5-B55 bzw. C 12/15 – C 50/60).

Betonkorrosion

Durch chemische bzw. biochemische Reaktionen mit der Umwelt von der Oberfläche ausgehende Zerstörung des Betons. Ein dichter und undurchlässiger Beton ist vor Korrosion besser geschützt als ein poröser. Deshalb muss der Auswahl der Betonzusammensetzung und der Zuschlagsstoffe große Beachtung geschenkt werden.

Betonsanierung

Betonschäden müssen beseitigt werden. Für die Instandsetzung gibt es verschiedene Möglichkeiten für die verschiedensten Schäden.
Bei Rissen und Hohlräumen kommen Reaktionsharze, Zementleime oder Zementsuspensionen zum Einsatz. Durchlässige Bauteile werden somit abgedichtet und das Eindringen korrosionsfördernder Stoffe wird verhindert.
Örtlich begrenzte Fehlstellen werden mit reaktionsharz- oder zementgebundenen Mörteln bzw. Betonen gefüllt. Die ursprüngliche Bauteiloberfläche wird wieder hergestellt. Diese Maßnahme kann eingeleitet werden, solange der Schaden nicht durch Korrosion aufgetreten ist.
Beton und Mörtel können zur Betoninstandsetzung auch flächig aufgetragen werden. Ziel ist eine Vergrößerung der Betondeckung und ein Verstärken des Betonquerschnitts. Aufgetragen wird als Ortbeton, im Spritzverfahren oder in Schalung.

Betonzusatzmittel

Durch Betonzusatzmittel lassen sich die Eigenschaften des Betons beeinflussen. Zusatzmittel können flüssig oder pulverförmig sein. Veränderbar sind beispielsweise die Auswirkung auf Verarbeitbarkeit, sowie der Erstarrungsbeginn. Gängige Betonzusatzmittel sind: Betonverflüssiger, Erstarrungsverzögerer, Erstarrungsbeschleuniger.

Betonzusatzstoffe

Betonzusatzstoffe sind mineralische und organische Stoffe, die die Betoneigenschaften beeinflussen. Sie müssen als Volumenbestandteile berücksichtigt werden. Betonzusatzstoffe sind z. B.: Gesteinsmehle, Flugasche, Kunstharzzusätze oder Farbmittel zum Färben des Betons.

Betonzuschlag

Durch einen Mix aus Zuschlägen, Bindemitteln und Zugabewasser entstehen Mörtel und Beton. Zuschlag wird unterschieden nach natürlichen (Sand, Kies, Naturbims, Splitt, Schotter) und künstlichen (Hochofenschlacke, Hüttensand, Hüttenbims, Sinterbims, Ziegelsplitt) Zuschlägen.

Bettung

Gehwegplatten, Pflastersteine und Ziegelpflaster werden in eine Schicht aus Sand oder feinem Kies eingebettet. Die Bettungsschicht wird vor dem Pflastern entsprechend dem gewünschten Gefälle über Lehrlatten abgezogen. Die „Einbettung“ des Pflasters erfolgt, indem diese etwa 1 cm über der Sollhöhe liegt. Mit einer Rüttelplatte werden dann die Steine in die Sand- oder Splittschicht „eingerüttelt“.

Bewegungsfugen

Bewegungsfugen sind in bestimmten Abschnitten des Bauteils eingeplante Bauteilunterbrechungen. Sie erlauben das leichte gegenseitige Verschieben von benachbarten Bauteilen. Dehnungen durch Hitze und Verkürzung durch Kälte werden so aufgenommen.

Biozide

Biozide sind Chemikalien und Mikroorganismen zur Bekämpfung von Schädlingen (z. B. Bakterien, Pilze, Algen, usw.).

Bitumen

Bitumen werden in einem Destillationsverfahren aus schwerem, zähflüssigem, asphaltbasischen Rohöl gewonnen. Es wird auf vielfältige Weise im Bauwesen eingesetzt. Mit Mineralstoffen versetzt wird er als Asphalt auf Fahrbahnen verwendet. Aufgrund seiner wasserabweisenden und korrosionsbeständigen Eigenschaften ist er für Dachbahnen und Schutzanstriche hervorragend geeignet.

Bitumendickbeschichtung

Bitumen eignen sich aufgrund ihrer dichten, wasserabweisenden und chemieresistenten Eigenschaften besonders für den Bautenschutz. Sie werden in mehreren Schichten an im Erdreich liegenden Kelleraußenwänden zum Schutz vor Feuchtigkeit aufeinander aufgebracht.

Blower-Door-Test

Dies ist ein Luftdichtigkeitstest für Wohngebäude und hat durch die EnEV besondere Bedeutung erlangt, weil nur durch diesen Test Luftdichtigkeit nachgewiesen werden kann. Während des Tests wird bei geschlossenen Fenstern und Außentüren mit Hilfe eines Ventilators ein Unterdruck (50 Pascal) erzeugt. Durch eine Messung des vom Gebläse geförderten Volumenstroms bei unterschiedlichen Druckdifferenzen zwischen innen und außen wird die  Luftwechselzahl n50 ermittelt. Die Bestimmung der Luftdichtheit von Gebäuden erfolgt nach ISO 9972.

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