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Baulexikon

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Anziehen

Der merkliche Beginn des Trocknungsvorganges eines Stoffes wird als Anziehen bezeichnet. Das Anziehen wird durch das Verdunsten von Wasser bzw. Lösemitteln oder den Beginn einer chemischen Vernetzung oder oxidativen Trocknung.

Arbeiten

Durch die Aufnahme von Feuchtigkeit  oder Trocknung hervor gerufene Spannungsvorgänge im Holz (siehe auch: Schwinden).

Arbeitschutz

Um Unfällen von Personen auf Baustellen präventiv entgegenzuwirken, sind geeignete Einrichtungen (Gerüste etc.) anzubringen und sicherheitsgemäß zu nutzen. Die Gewerbeaufsichtsämter überwachen die Einhaltung des Arbeitsschutzes (Unfallverhütungs- und Arbeitsschutzvorschriften, welche allgemein verbindlich sind).

Arbeitsfugen

Entstehen als gewollte Trennungen aus Beton, Stahlbeton oder Spannbeton, wenn frischer Beton an eine teils erhärtete Betonlage betoniert wird. Bei ständig feuchten Arbeitsfugen (im Bereich von Grundwasser, Hangwasser oder Oberflächenwasser) ist eine wasserundurchlässige Abdichtung der Fuge erforderlich.

Armierungsgewebe

Gewebe aus Kunststoff und Glasfaser, welches zur Rissüberbrückung oder in Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) eingesetzt wird. Für WDV-Systeme verarbeitet man Glasfasergittergewebe, welche durch eine Beschichtung alkaliresistent, schiebe- und wasserquellfest sind. Diese Gewebe werden in den Armierungsspachtel oberhalb des Dämmstoffes eingebettet. Im System auftretende Spannungen werden hierdurch aufgenommen. Für jedes Projekt werden die passenden Materialien in bezug auf Maschenweite, Reißfestigkeit und Flächengewicht den Systemen entsprechend eingesetzt und somit an die jeweiligen Anforderungen angepasst. Für gerissene oder rissgefährdete Fassaden dagegen, werden Kunststoffgewebe oder Vliese  vollflächig bzw. streifenweise als „Rissbrücken“ montiert und in die dafür geeigneten Elastiksysteme eingebettet.  Der Armierungsputz bedeckt das Gewebe vollständig und wird anschließend selbst von einer Deckschicht überzogen.

Aufbrennen

Bei stark oder unterschiedlich saugenden Untergründen entnimmt der Trägerbaustoff (beispielsweise Mischmauerwerk oder Porenbeton) dem noch feuchten Putz in einer wesentlich höheren Geschwindigkeit freies Wasser, als dieser in der Lage ist, das ungebundene Wasser zu binden. Hierdurch wird in Randzone des Putzes, in Richtung des Trägerbaustoffes, eine „wasserarme“ Zone geschaffen, die das nicht ausreichende Aushärten des Putzes weiter verschlechtert. Anstatt zu haften, löst sich der Putz von der Wand. Ebenfalls Farbe kann aufbrennen, wenn ihr zu schnell Feuchtigkeit entzogen wird. Um dieses Aufbrennen zu Verhindern, sollte der Untergrund mit einer Grundierung (Aufbrennsperre) vorbehandelt werden.

Aufbrennsperre

Eine das Aufbrennen verhindernde, streich- und spritzfähige Spezialgrundierung für besonders saugfähige Untergründe, wie z. B. Porenbeton.

Aufheizprotokoll

Ist das vom Heizungsbauer bei Inbetriebnahme einer Warmwasserfußbodenheizung zu erstellende Protokoll. Es beinhaltet folgende Angaben:
- Aufheizdaten mit jeweiligen Vorlauftemperaturen
- Maximal erreichte Vorlauftemperatur
- Außentemperatur und Betriebszustand bei Übergabe

Aufschüsseln

Aus der Holztechnik stammender Fachbegriff. Der Baustoff Holz enthält weitergehende Feuchtigkeit, welche in geringem Maße erhalten bleiben  muss, da sich das Holz ansonsten durch Trocknung an den Schmalseiten aufschüsselt; d.h. es biegt sich schüsselförmig nach oben. Daher sollten verpackte Spanplatten nach dem Öffnen zügig verarbeitet werden.

Ausbreitmaß

Da Beton unterschiedliche Konsistenzen haben kann, gibt das Ausbreitmaß Auskunft über die Verarbeitbarkeit des Betons.

Ausgleichsfeuchte

Durch die Fähigkeit Feuchtigkeit aufzunehmen und abzugeben, verändert Holz sein Volumen. Das sogenannte Schwinden und Quellen. Dies geschieht bei Temperaturschwankungen oder Änderungen der Luftfeuchtigkeit. Die dem jeweiligen Klima entsprechende Holzfeuchte ist die Ausgleichsfeuchte des Holzes. Je nach Nutzung und Bauwerksart stellt sich folgende Gebrauchs- bzw. Ausgleichsfeuchte ein:
Bauwerkskategorie    Ausgleichsfeuchte
geschlossene Bauten mit Heizung  ca. 9 %
geschlossene Bauten ohne Heizung  ca. 12 %
offene und teilweise offene Bauten  ca. 15 %

Ausgleichsschüttung

Eine Ausgleichsdämmung bzw. Schüttdämmung ist erforderlich, wenn unebene Geschossdecken, speziell bei ältern Holzdecken, ausgeglichen werden müssen. Ausgleichschüttungen gibt es in verschiedensten Varianten (Blähbeton, Blähglas-Granulat, Perlite, Korkgranulat oder Zelluloseflocken). Auf diese Schüttung wird in der Regel ein Trockenestrich aufgebracht. Ausgleichsschüttungen werden im Regelfall mit einer Überhöhung eingebracht und anschließend verdichtet.

Ausschalen

Um ein Bauteil aus Beton herstellen zu können, benötigt es eine Schalung. Sobald der Beton ausreichend erhärtet ist, kann die Schalung entfernt werden = Ausschalen. Um die Sicherheit nicht zu gefährden darf kein Bauteil ausgeschalt werden, bevor der Beton nicht ausreichend erhärtet ist. Gegebenenfalls müssen Hilfsstützen stehen bleiben und möglichst spät entfernt werden.

Ausschreibung

Bevor Bauaufträge erteilt werden, erfolgt eine Ausschreibung. Bei durch öffentlich Hand vergebenen Aufträgen ist dies sogar Pflicht. Durch eine Ausschreibung soll der günstigste Anbieter gefunden werden.

Aussendämmung

die außen an der Fassade angebrachte Dämmung wird als Außendämmung bezeichnet. Dazu geeignet sind fast alle Fassadendämmplatten oder -matten  aus Mineralwolle, Polystyrol, PUR, Holzfaser etc.. Es sollten komplette WDV-Systeme verwendet werden. Da die Dämmstoffe auf die Fassade angebracht werden, ist es nötig eine wetter- und windabweisende Schicht aus Putz aufzutragen. Der wesentliche Vorteil der Außendämmung gegenüber der Innendämmung besteht darin, dass das komplette Mauerwerk von der Dämmung ummantelt wird und somit kaum Tauwasser entstehen kann, da der Taupunkt weit nach außen verlagert wird. Außerdem können Wärmebrücken wie Fensterbänke in die Dämmung integriert werden.

Aussenputz

Außenputze werden auf die Fassade aufgebracht und sollen die Außenwände vor Witterungsschäden schützen. Insbesondere das Eindringen von Nässe soll verhindert werden. Der Putz muss dabei so stabil sein, dass er nicht selber der Witterung zum Opfer fällt. Als Außenputz kommen sowohl mineralische Putze als auch Kunstharzputze infrage.

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