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Einleitung

Pflasterdecken und Plattenbeläge im Straßenbau

Flächen in gebundener Bauweise mit dem tubag Straßenbausystem

Funktionale Verkehrsflächen müssen hoch belastbar sein und dauerhaft optisch ansprechend bleiben. Flächenbefestigungen in ungebundener Bauweise können diesen Ansprüchen nicht immer genügen: Beanspruchungen durch hohe Achslasten, Servolenkung, Beschleunigungs- und Abbremsvorgänge oder intensive Reinigungsmaßnahmen werden von ihnen in vielen Fällen nicht schadenfrei aufgenommen. Die gebundene Bauweise dagegen kann diese Belastungen kompensieren. tubag bietet hierfür ein komplettes Straßenbausystem: Innovative Baustoffe für die Herstellung hochbelasteter Verkehrsflächen in Pflaster- sowie Plattenbauweise, die dauerhaft visuell ansprechend und schadenfrei bleiben. Deshalb setzen immer mehr Profis auf das Straßenbausystem mit original tubag Trass: Für eine perfekte Verbindung aus Form und Funktion!

Gebundene Bauweise

Die gebundene Bauweise

Die bessere Wahl: Gebundene Bauweise

Bei der gebundenen Bauweise sind Bewegungen der einzelnen Bestandteile der Pflasterdecke nicht entscheidend. Eine Verkehrsflächenbefestigung mit dem tubag Straßenbausystem verteilt die Lasten homogen. Das Ergebnis: Flächen mit einer hohen technischen Qualität und großem gestalterischen Anspruch!

Schicht für Schicht perfekt – Darauf kommt es an

Die ungebundene Pflasterbauweise hat eine lange Tradition und viele Anwendungsbeispiele. In bestimmten Bereichen stößt sie jedoch an ihre Grenzen. Dies kann zu verschiedenen Problemen führen, die die Haltbarkeit des Belags negativ beeinflussen.

Der Lasteintrag bei der ungebundenen Pflasterbauweise erfolgt weitestgehend über die Pflastersteine, die von dem Rad berührt werden. Beim Überrollen wandert der Lastangriff von der Steinmitte über den Rand des Pflastersteins zum nächsten Pflasterstein.

Dabei wird ein wesentlicher Teil der Kräfte über die Fuge abgetragen. Bei dieser wellenartigen Verformung der Pflasterfläche treten in der Fuge starke mechanische Kräfte auf, durch die Fugenmaterial zermahlen werden kann.

Das zerkleinerte Fugenmaterial kann dann in die Bettung eindringen und deren Drainagefähigkeit reduzieren. In der Folge kann die nicht mehr gefüllte Fuge keine Kräfte mehr übertragen.

Eine ungebundene Bauweise kann zudem keine Zugspannungen übertragen. Mit zunehmendem Verhältnis der Steinabmessung zur Dicke kann es bei einer außermittigen Belastung zu einem Abheben der lastabgewandten Seite kommen. Fugenmaterial kann so unter Stein oder Platte gelangen. Die Folge sind Hohllagerungen mit erhöhter Bruchgefahr für die Platte.

Markenzeichen der gebundenen Pflasterbauweise mit dem tubag Straßenbausystem:

  • Homogene, großflächige Lastverteilung
  • Keine mechanische Beanspruchung aus Kippbewegungen der Pflastersteine
  • Kein Ausspülen der Fugenfüllung in Gefällebereichen
  • Keine Fugenentleerung durch die Saugwirkung überrollender Reifen
  • Keine verschmutzten oder begrünten Fugen
  • Kein Austrocknen und Stauben des Fugenmaterials in überdachten Bereichen
  • Intensive Reinigungsmöglichkeiten mit Hochdruck- oder Spülfahrzeugen
  • Geringe Unterhaltskosten – keine Fugenpflege notwendig

Belastungsklassen

Belastungsklassen nach RStO

Entscheidend für funktionale gebundene Pflaster- und Plattenbeläge ist eine fachgerechte Dimensionierung. Maßgebend für die Dimensionierung des frostsicheren Oberbaus sind die RStO, die „Richtlinien zur Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen“. In den RStO werden für unterschiedliche Nutzungen verschiedene Belastungsklassen vorgegeben. Ausschlaggebend für die Wahl der Belastungsklassen sind die Verkehrsbeanspruchung (äquivalente 10-t-Achsübergänge) sowie klimatische und baugrundrelevante Parameter. Unter Berücksichtigung dieser Richtlinien ist es möglich, ein auf das Objekt abgestimmtes, langlebiges Konzept zu entwickeln. Dabei müssen über die alltäglichen Belastungen hinaus auch mögliche Sonderbelastungen wie Umleitungen oder besondere Veranstaltungen berücksichtigt werden. In Zweifelsfällen ist die nächsthöhere Belastungsklasse zu wählen.

Mögliche Belastungsklassen nach RStO

BK 3,2 – BK 10 (BK 100)

  • Verbindungsstraße
  • Industriestraße (auch bei BK 100)
  • Örtliche Einfahrtstraße

BK 1,8 – BK 10 (BK 100)

  • Gewerbestraße
  • Hauptgeschäftsstraße (auch bei BK 100)
  • Örtliche Geschäftsstraße

BK 1,0 – BK 3,2

  • Dörfliche Hauptstraße
  • Quartierstraße
  • Sammelstraße

Asphalttragschicht auf Frostschutzschicht

Drainbetontragschicht auf Frostschutzschicht

Bauweisen für Verkehrsflächen nach RStO 12. Tafel 3, Bauweisen mit Pflasterdecke für Fahrbahnen
1) siehe ZTV Pflaster-StB
2) mit rundkörnigen Gesteinskörnungen nur bei örtlicher Bewährung anwendbar
3) nur mit gebrochenen Gesteinskörnungen und bei örtlicher Bewährung anwendbar

Bemerkung: In den Abbildungen geben die Zahlen rechts die Dicke der jeweiligen Schicht an. Die Zahlen auf der linken Seite beziffern den Verformungsmodul auf der jeweiligen Schicht (EV2-Mindestwerte in MPA). In diesem Zusammenhang sollten abweichende Angaben in der ZTV Pflaster-StB berücksichtigt werden. Der Steindicke kommt auch bei der gebundenen Bauweise für den Lastabtrag eine entscheidende Bedeutung zu. Insbesondere bei den Bauklassen III und IV ist es sinnvoll, größere Steindicken > 10 cm zu wählen. Die Dichte der Bettungschicht bei der gebundenen Bauweise sollte im verdichteten Zustand 3 bis 6 cm betragen.

Systemaufbau

Der Grundaufbau bei hoher Verkehrsbelastung

Der Grundaufbau einer Pflasterdecke mit hoher Verkehrsbelastung besteht aus der gebundenen, wasserdurchlässigen Tragschicht, der gebundenen, wasserdurchlässigen Bettungsschicht, einer Haftschlämme und den Pflastersteinen mit einer wasserundurchlässigen Fugenfüllung. Für eine optimale Funktionalität der Pflasterdecke empfehlen wir, in allen Bereichen Produkte aus dem tubag Straßenbausystem zu verwenden. Diese sind so aufeinander abgestimmt, dass auftretende Kräfte optimal verteilt und aufgenommen werden können.

Ein sicherer Haftverbund

Die gebundene Bauweise ist im Gegensatz zur ungebundenen Bauweise nicht wie ein Belag aus den einzelnen Elementen Stein, Fuge und Bettungsschicht zu betrachten, sondern wie eine lastverteilende Platte. Neben dem Haftverbund zwischen Fugenmörtel und Stein ist die Haftung des Bettungsmörtels am Stein von entscheidender Bedeutung.

Ein hoher Haftverbund zwischen den Bestandteilen gebundener Pflaster- und Plattenbeläge ermöglicht eine gleichmäßige Verteilung der Lasten aus Verkehr und thermischer Spannung. Die Produkte des tubag Straßenbausystems sind ideal aufeinander abgestimmt, um Beläge mit hohem Schichtenverbund und optimalen lastverteilenden Eigenschaften zu realisieren.

Entwicklung von thermischen Spannungen einer Pflasterfläche bei der Herstellung mit und ohne Haftschlämme.

Die tubag TNH rapid Haftschlämme wird direkt vor dem Einbau auf die Unterseite des Pflastersteins oder der Platte aufgetragen. Bei bestimmten Konstruktionen kann die Haftschlämme auf die Bettung aufgespritzt werden.

Bewegungsfugen reduzieren Spannung

Gebundene Pflaster- und Plattenbeläge werden im Jahresverlauf durch sich ändernde Umgebungstemperaturen thermisch belastet. In Abhängigkeit von der Herstellungstemperatur zieht sich eine Fläche entweder zusammen oder dehnt sich aus.

Aus diesem Vorgang resultieren Spannungen. Außerdem können Setzungen im Untergrund zu Spannungen im Pflasterbelag führen. Daher müssen insbesondere Einbauten und aufgehende Bauteile durch Bewegungsfugen von der Pflasterfläche oder der Plattenfläche entkoppelt werden. Unverzichtbar sind diese zum Beispiel bei Gebäudeanschlüssen, Mauern oder Kasten rinnen. Auch bei wechselnden Untergründen oder bei Bewegungsfugen in der Unterlage müssen diese bis in den Belag weitergeführt werden.

Das FGSV Arbeitspapier 618/2 sieht vor, Bewegungsfugen in einem Abstand von 4 bis 6 m auszuführen. Abweichend davon sehen Empfehlungen wie das WTA Merkblatt „Gebundene Bauweise – Historisches Pflaster“ oder die DNV Richtlinie Pflaster- und Plattendecken eigene Einteilungen vor.

Die Arbeitsschritte

Die Ausführung einer gebundenen Pflasterfläche ist eine Aufgabe für Profis. Alle Produkte im tubag Straßenbausystem sind so konzipiert, dass sie die gewünschte Festigkeit bei optimalem Verarbeitungskomfort erreichen.

Schritt 1

Schritt 2

Schritt 3

Schritt 4

Schritt 5

01) Grundsätzlich empfehlen wir die Verwendung einer Haftschlämme, denn sie erhöht den Verbund zwischen Pflasterstein und Pflasterbettung. Die Haftschlämme wird durch Tauchen oder Bestreichen auf die Unterseite der Pflastersteine aufgebracht.

02) Der Bettungsmörtel benötigt eine Verdichtung von ca. 25 %, um eine ausreichende Festigkeit zu erreichen. Hierfür muss der Bettungsmörtel überhöht eingebaut und dann durch das Herunterschlagen der Pflastersteine verdichtet werden, so dass eine homogene Pflasterfläche entsteht.

03) tubag Pflasterfugenmörtel ermöglichen durch speziell abgestimmte Rezepturen eine problemlose Reinigung der frisch verfugten Pflasterfläche.

04) Damit der Pflasterstein oder die Platte dem Mörtel nicht das für die Hydratation notwendige Wasser entzieht, ist es wichtig, die Pflasterfläche vor dem Verfugen satt vorzunässen. Bevor der Fugenmörtel eingebracht wird, darf kein Wasser im Fugenraum stehen.

05) Die Zeit zwischen dem Verfugen und der Reinigung ist abhängig von den klimatischen Bedingungen. Bei windstillem Wetter und 20 °C beträgt sie ca. 1,5 Stunden. In dieser Zeit ist der Belag abzudecken und mit einem weichen Wassersprühstrahl feucht zu halten.

Straßenbausystem

Das tubag Straßenbausystem enthält alles, was Sie für die Herstellung von Verkehrsflächen in gebundener Ausführung benötigen:

  • Pflasterfugenmörtel
  • Bettungsmörtel
  • Haftschlämme
  • Bewegungsfugen
  • Silos, individuelle Maschinenlösungen, Zubehör
  • Service und Beratung

Service

Service & Logistik

Modernste Silotechnik

Wartungsarme Mischtechnik für Bettungs- und Fugenmörtelaufbereitung in gleichbleibender Güte: Der Trockenmörtel wird aus dem Silo ausgetragen und von der Schnecke in die Mischkammer befördert, wo durch Wasserzugabe die Nassmischung entsteht, die sofort verarbeitet werden kann. Individuell montierbare Mischwerkzeuge sorgen für ein optimales Anmischen der jeweiligen Mörtelsorte. Die Mischkammer reinigt sich durch Wasserzugabe nach dem täglichen Betriebsschluss in weniger als zwei Minuten selbst.

Intelligenter Service

  • Objektberatung
  • Aufbau- und Produktempfehlung
  • Sonderrezepturen
  • Qualitätsüberwachung
  • Anwendungstechnische Unterstützung
  • Einweisung durch Anwendungstechniker
  • Servicetechniker für Silo- und Mischtechnik
  • Schulungen
  • Versuchsreihen
  • Musteraufbauten und Musterflächen

Flexible Baustellenlogistik

tubag verfügt in Zusammenarbeit mit dem Schwesterunternehmen sht über einen Fuhrpark für eine zuverlässige „Just-in-time“-Belieferung.

Deutschlandweite Produktionsstandorte

Innerhalb der quick-mix Gruppe ist tubag die starke Marke für Trassbindemittel und Trassmörtel zur Restaurierung, Sanierung, Natursteinverlegung, für den GaLaBau und Straßenbau. Durch die logistisch günstige Verteilung der Werke in ganz Deutschland können schnelle Lieferzeiten und kurze Beförderungswege gewährleistet werden.

Referenzen

Rheinauhafen Köln

In Köln entsteht auf dem Gelände des alten Rheinauhafens ein neuer Stadtteil. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor der Rheinauhafen durch fehlende Ausbaumöglichkeiten und die Erweiterung der anderen Kölner Häfen nach und nach an Bedeutung. Durch das neue Großprojekt hat sich das heute grundlegend geändert. Seine besondere Architekturmischung und das Nutzungskonzept machen ihn zum Anziehungspunkt für Touristen und Einheimische. Der Nutzungsplan sieht eine Kombination von Wohnen, Leben und Arbeiten vor.

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Bundesgartenschau 2011 Koblenz

Ein neues Pflaster für die Rheinpromenade: Die Stadt Koblenz war Gastgeber der Bundesgartenschau 2011. In diesem Rahmen wurde auch die Rheinpromenade am Konrad-Adenauer-Ufer neu gestaltet. Prägendes Element der Ufergestaltung sind Natursteinplatten aus Grauwacke.

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Broschüren

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