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Einleitung

Grundlagen ZTV Wegebau

Die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL) hat 2013 mit der ZTV Wegebau Vertragsbedingungen geschaffen, die besonders auf die Anforderungen im Garten- und Landschaftsbau zugeschnitten sind. Bei der Erstellung wurden wissenschaftliche Erkenntnisse, aber vor allem die langjährigen Erfahrungen aus dem Garten- und Landschaftsbau berücksichtigt. Damit hat die FLL für Verkehrsflächen außerhalb des Straßenverkehrs den Stand der Technik definiert.

Nutzungskategorien

Nutzungskategorien

Bauweisen nach ZTV Wegebau

Das GaLaBau-Programm von tubag bietet für jede Anforderung das entsprechende Produkt. Um zu bestimmen, wie die Pflasterfläche gebaut werden soll, sind in der ZTV Wegebau 3 Nutzungskategorien vorgegeben:

Nutzungskategorie N1*

Begehbare, nicht mit KFZ befahrene Flächenbefestigungen außerhalb von Flächen des Straßenverkehrs (z. B. Terrassen, Gartenwege, Sitzplätze in Parkanlagen)

Nutzungskategorie N2*

Befahrbare Flächenbefestigungen für Fahrzeuge bis 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht außerhalb von Flächen des Straßenverkehrs (z. B. Garagenzufahrten, PKW-Stellplätze)

Nutzungskategorie N3*

Befahrbare Flächenbefestigungen für Fahrzeuge bis 3,5 t, jedoch mit gelegentlichen Befahrungen mit Fahrzeugen bis 20 t zulässiges Gesamtgewicht mit Radlasten ≤ 5 t außerhalb von Flächen des Straßenverkehrs (z. B. Pflege-, Instandhaltungs- und Rettungswege sowie Feuerwehr-, Garagen- und Gebäudezufahrten)

*Quelle FLL e. V.

Bauweisen im Detail

Je nach Nutzungskategorie sind in der gebundenen Ausführung unterschiedliche Bauweisen möglich. Die Varianten reichen von einer vollgebundenen Bauweise, bei der die obere Tragschicht, die Bettungsschicht und die Fuge gebunden sind bis hin zu Mischbauweisen mit gebundener und ohne gebundene Bettung.

Mischbauweise ohne gebundene Bettung:

Geeignet für die Nutzungskategorie N1

Hinweis: Bei dieser Bauweise müssen Pflastersteine oder Platten mindestens 50 mm dick sein und eine Kantenlänge von weniger als 600 mm aufweisen.

Mischbauweise mit gebundener Bettung:

Geeignet für die Nutzungskategorie N1 und N2

Vollgebundene Bauweise:

Geeignet für die Nutzungskategorie N1, N2 und N3

Plattenbeläge

Plattenbeläge nach ZTV Wegebau

Platten aus unterschiedlichen Materialien

Musteraufbauten (Empfehlung) für unterschiedliche Nutzungen und Belastungen

Plattenbeläge werden überwiegend im Bereich von Terrassen eingesetzt. Bei der Verwendung von gebundenen Fugenstoffen sollte auf Grund der ungünstigen Hebelverhältnisse immer eine gebundene Bettung verwendet werden. Sollten höhere Belastungen als Fußgänger abgetragen werden müssen, sollten dickere Platten verwendet werden. Da belastete Plattenbeläge anspruchsvolle und individuelle Aufbauempfehlungen erfordern, sprechen Sie uns dazu am besten direkt an.

Wird eine Platte an der Seite belastet, kann es zu einem Abheben des Steins auf der gegenüberliegenden Seite kommen. Die Folge sind Unebenheiten, Hohllagerungen und eine erhöhte Bruchgefahr.

Fußgängerbelastung (z. B. Terrassen, N1 gem. ZTV Wegebau)

Plattenbeläge aus Beton oder Naturstein wasserdurchlässig

Plattenbeläge aus Beton oder Naturstein wasserundurchlässig

Polygonalplattenbeläge aus Beton oder Naturstein wasserundurchlässig

Spezialfall Keramik und Feinsteinzeug

Besonders beliebt sind Platten aus Feinsteinzeug. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie oft große Flächenabmessungen haben und dazu im Verhältnis geringe Dicken, ca. um die 2 cm, aufweisen. Diese wurden in der ZTV Wegebau nicht berücksichtigt. Die Materialien sind meistens sehr dicht und weisen an den Seitenflanken oft sehr glatte Oberflächen auf. Daher ist ein guter Haftverbund zwischen Plattenunterseite und Bettungsmörtel von entscheidender Bedeutung. Dadurch ist die Platte mit den unterliegenden Schichten fixiert und wackelt nicht. Somit ist die Belastung auf die Fugen gering. Für einen guten Haftverbund sorgt die besonders vergütete Haftschlämme TNH-flex. Grundsätzlich sollten diese Platten nur unter fußläufiger Belastung verwendet werden. Für Feinsteinzeugbeläge empfehlen wir folgende Aufbauten:

Fußgängerbelastung (z. B. Terrassen, N1 gem. ZTV Wegebau)

Plattenbeläge aus Keramik/Feinsteinzeug wasserdurchlässig:

Plattenbeläge aus Keramik/Feinsteinzeug wasserundurchlässig:

Gebundene Bauweise

Die gebundene Bauweise

Feste Fugen für perfekte Auftritte

Unkrautbewuchs, Insektenbefall oder Unebenheiten sorgen bei der ungebundenen Bauweise immer wieder für aufwändige Instandsetzungsarbeiten. Die Vorteile von gebundenen Pflaster- und Plattenbelägen sorgen dafür, dass Traumgärten bleiben wie sie sind. Ob bei einer gebundenen Bauweise nur die Fuge oder mehrere Schichten gebunden hergestellt werden, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Werden Platten oder Pflastersteine verwendet? Wird die Fläche nur von Fußgängern genutzt oder auch befahren? Dieses Schema zeigt den Aufbau aller potentiell notwendigen Schichten.

Schicht für Schicht perfekt – Darauf kommt es an

Die ungebundene Pflasterbauweise hat eine lange Tradition und viele Anwendungsbeispiele. In bestimmten Bereichen stößt sie jedoch an ihre Grenzen. Dies kann zu verschiedenen Problemen führen, die die Haltbarkeit des Belags negativ beeinflussen.

01
Der Lasteintrag bei der ungebundenen Pflasterbauweise erfolgt weitestgehend über die Pflastersteine, die von dem Rad berührt werden. Beim Überrollen wandert der Lastangriff von der Stein mitte über den Rand des Pflastersteins zum nächsten Pflasterstein.

02
Dabei wird ein wesentlicher Teil der Kräfte über die Fuge abgetragen. Bei dieser wellenartigen Verformung der Pflasterfläche treten in der Fuge starke mechanische Kräfte auf, durch die Fugenmaterial zermahlen werden kann.

03
Das zerkleinerte Fugenmaterial kann dann in die Bettung eindringen und deren Drainagefähigkeit reduzieren. In der Folge kann die nicht mehr gefüllte Fuge keine Kräfte mehr übertragen.

04
Eine ungebundene Bauweise kann zudem keine Zugspannungen übertragen. Mit zunehmendem Verhältnis der Steinabmessung zur Dicke kann es bei einer außermittigen Belastung zu einem Abheben der lastabgewandten Seite kommen. Fugenmaterial kann so unter Stein oder Platte gelangen. Die Folge sind Hohllagerungen mit erhöhter Bruchgefahr für die Platte.

Konfigurator

GaLaBau Konfigurator - Die App zum GaLaBau

Wie ein Schweizer Taschenmesser bündelt diese App viele sinnvolle kleine Werkzeuge, die den Garten- und Landschaftsbauer bei seiner täglichen Arbeit effizient unterstützen: Den fachgerechten Aufbau für Pflaster- und Plattenbeläge gemäß ZTV Wegebau mobil ermitteln. Die benötigte Mörtelmasse zielsicher errechnen. Kein Problem! Der tubag GaLaBau-Konfigurator steht zum kostenlosen Download im App Store und bei Google Play bereit.

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Broschüren

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