| quick-mix Gruppe GmbH & Co KG, Osnabrück 13. Januar 2003
Maßanzug für Geschäftshaus: 1.700 m² WDVS in Passau
Passauer Einkaufsmeile um einen Anziehungspunkt reicher / Ca. 3.500m² Geschäfts-, Büro- und Praxisflächen in kürzester Bauzeit in der Bahnhofstraße realisiert / 1.700 m² Wärmedämm-Verbundsystem mit Edelputz und Farbe setzt den Gebäudekomplex in Szene / Harmonischer Einklang mit umgebendem Gebäudebestand / Neueste Erkenntnisse zur CO2 Verminderung und Funktionalität der Nutzflächen berücksichtigt.
In zentraler Lage, direkt am Donau-Ufer gelegen, entstand in kürzester Bauzeit ab April 2002 bis zum fix vorgegebenen Eröffnungstermin am 17. Oktober 2002 ein klassischer Geschäfts-Erweiterungsbau mit rund 1.700 m² Fassadenfläche zuzüglich Fenster-Anteil. Zuvor musste auf dem Areal noch ein in den 80iger Jahren entstandenes Hotel abgerissen werden. Lediglich die im Hotel vorhandenen Tiefgaragenplätze werden weiter genutzt. Nach den Entwürfen des Ingenieurbüros für Bauplanung Manfred Eller, Passau, ließ der Investor Höfler Projektentwicklung , Passau, den Erweiterungsneubau mit 25 cm dicken Betonwänden erstellen. Dabei verwendete man doppelseitige Betonfertigteile, die mit Ortbeton ausgegossen wurden. Durch diese Bauweise war eine erhebliche Verkürzung der Bauzeit möglich. Für die Endfertigstellung der gesamten Fassade schließlich, standen nur knapp 6 Wochen zur Verfügung. Mit der Erweiterung wurden im Erdgeschoss und 4 Etagen zusätzlich rund 2000 m² Verkaufsfläche sowie ca. 1500 m² Büro- und Praxisflächen geschaffen.
Besondere Herausforderungen an den Bauablauf wurden durch das Jahrhundert-Hochwasser im August 2002 sowie durch den zeitgleichen Umbau der nahegelegenen Schanzl-Brücke gestellt. Der daraus resultierende Umleitungsverkehr durch die Bahnhofstraße erschwerte den reibungslosen Materialfluss. Die Baustellenlogistik wurde jedoch von den verantwortlichen Mitarbeitern der beauftragten Firmen und Lieferanten mit Bravour gemeistert. Auch der Brückenumbau ist inzwischen abgeschlossen.
Als logistische Folge resultierte daraus, dass der mit den Fassadenarbeiten beauftrage Maler- und Putzerbetrieb Erich Schmöller, Hutthurm, die Dämmstoffe , Kleber, Oberputze und Farben für das zum Einsatz kommende LOBATHERM Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) in kleineren Teillieferungen und außerhalb der Hauptverkehrszeiten anliefern lassen musste. Zum Auftrag gehörte auch das Liefern und Einarbeiten der Fensterbänke in das Wärmedämm-Verbundsystem. „Da bietet es sich an, wenn man alles aus einer Hand bekommen kann“, so Erich Schmöller. „Für den reibungslosen Ablauf auf dieser Baustelle war die pünktliche Einhaltung aller Lieferwünsche unabdingbar“.
Schon im Vorfeld der Planungsphase wurden verschiedene Wärmedämm-Verbundsysteme miteinander verglichen. Mit quick-mix LOBATHERM WDVS fand man eine Varianten-Bandbreite, die die systemgerechte WDVS-Erstellung nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) trotz unterschiedlicher Dämmstoffe und Oberputze ermöglichte. Ausgeschrieben werden sollten nämlich sowohl EPS Dämmstoffe als auch mineralische Steinwolle. Rund 160 Fenster in der Fassade benötigen sorgfältig eingebaute, mit der Dämmung einen optimalen Abschluss bildende, Fensterbänke.
Wegen der verbleibenden kurzen Bauzeit wurden neben einem in diesen Dingen erfahrenen Lieferanten auch bekannte verlässliche Handwerker zur kompetenten Fassadendämmung gebraucht. „Der Malerbetrieb Schmöller führt nicht nur seit langen Jahren WDVS-Maßnahmen durch, sondern ist auch in Grund- und Oberputz-Arbeiten mit mineralischen oder pastösen Materialien von quick-mix vertraut, die in der Strecke ab dem Werk Rosenau-Mamming geliefert werden“ berichtet Erich Schmöller. „und, kurze Wege, umfassende Beratung, Komplettlieferung aller Materialen bis hin zum gewünschten Farbton sind für mich als Auftragnehmer wichtig“.
Etwa 2/3 der 1.700 m² Fassade wurde mit Speedrock-II-Lamellen, in 80 mm Dicke versehen. Die beidseitig beschichteten Steinwolle-Lamellen sind leicht und mit sehr gutem Haftverbund in das auf den glatten Betonuntergrund aufgekämmte Kleberbett mit Spachtel- und Klebemörtel leicht SKS-L einzudrücken. Das restliche Drittel der Fassade wurde mit Polystyrol-Platten (EPS) gedämmt. Da die Gebäudehöhe 20 m nicht übersteigt, ist ein zusätzlicher Einsatz von Dübeln nicht erforderlich. Spachtel und Klebemörtel sowie Oberputze sind für beide hier zur Verarbeitung gelangten Systeme zugelassen, so dass nur eine Materialsorte vorgehalten werden musste.
Dauerhaftes Funktionieren der wärmegedämmten Außenwand liegt in der Systemsicherheit des LOBATHERM WDVS sowie in sorgfältiger Ausführung der Baumaßnahme. In der Regel erfolgt das Anbringen von Sockelschienen mit Gewebestreifen und passgenaue Anbringung der Dämmplatten mit Spachtel und Klebemörtel. Für Anschluss-, Eck- und Laibungsausbildung werden die Mineralwoll-Lamellen mit speziellem Messer, die Polystyroldämmplatten mit einem Heißdraht geschnitten. Nach dem Erhärten des Klebemörtels erfolgt der Armierungsvorgang. Dabei wird über Tür- und Fensteröffnungen ein Gewebestreifen zusätzlich angebracht. Besonders wichtig ist die sorgfältige Ausbildung der Laibungen mit Gewebeschienen sowie Dichtband und passgenauem Einbinden der weißen Alu-Fensterbänke. Der Spachtelmörtel wird in mind. 4 mm Schichtdicke aufgetragen und das Glasfasergewebe frisch in frisch mittig eingebetet. Dabei müssen alle Gewebestöße mindestens 10 cm überlappen. Danach wird die Spachtelmasse zugezogen.
Nach vier Tagen (je nach Witterung) Standzeit und ausreichender Erhärtung wird der vom Architekten und Bauherrn ausgewählte Oberputz in entsprechender Schichtdicke direkt auf die trockene, planebene Armierungsschicht aufgetragen und nach Wunsch strukturiert. Beim genannten Objekt fiel die Entscheidung auf den mineralischen Scheibenputz LSS, weiß, Körnung 0-2 mm. Die leichte schnelle Verarbeitung bei hoher Ergiebigkeit hat die Abwicklung beschleunigt. Wie vom Bauherren Höfler und dem Hauptmieter des Altbaus, dem Modehaus Wöhrl, gewünscht, wurde die fertige Fassade abschließend in einem graublauen Farbton mit der quick-mix Fassadenfarbe LOBAXAN LX 300 gestrichen. Der Neubau wurde in einem harmonisch dazu passenden leichten Grauton gestaltet. Dabei handelt es sich um eine hochdeckende, wasserdampfdiffusionsoffene Fassadenfarbe mit geringer Verschmutzungsneigung, die die Schlagregenbeanspruchungsgruppe III gem. DIN 4108 erfüllt.
Zum LOBATHERM WDVS bietet quick-mix unter der Marke PORPHYR eine breite Palette farbiger mineralischer Edelputze; unter der Marke LOBA farbige pastöse Oberputze sowie aktuelle LOBACOLOR – Fassadenfarben. „Bei der Verarbeitung durch qualifizierte Unternehmen des Maler- und Stuckateurhandwerks mit gut ausgebildeteten Mitarbeitern ist ein rationeller, zeit- und kostensparender Baustellenablauf bei gleichzeitig hoher Qualität der Fassadenarbeiten problemlos zu erreichen“, betont quick-mix Marketingleiter Carsten Beier. An diesem Bauvorhaben, bei dem es um Tage und Stunden ging, wurde dies eindrucksvoll bewiesen.
Fazit: Eine gelungene Baumaßnahme durch enge Zusammenarbeit aller am Bau beteiligten. Für das am Rande des Bayrischen Waldes gelegene Passau bedeutet der Neubau im Zentrum neue Impulse für das Geschäftsleben in der Einkausmeile. Die Umwelt gewinnt durch den verringerten Energiebedarf (weniger CO2 Emission) eines optimal wärmegedämmten Geschäftshauses. Das eingesetzte WDV System erlaubt eine flexible Auswahl der Komponenten genau auf die Erfordernisse des Hauses und optischen Wünsche an Struktur und Farbe durch die Nutzer. Wie ein „Maßanzug“ für ein Gebäude. Die neue Schanzl-Brücke über die Donau, Donaupassage, Altstadtflair, eigene Tiefgaragen-Parkplätze und nicht zuletzt die Flaniermeile Bahnhofstraße selbst, werden den Kaufleuten durch hohe Kundenfrequenz zu guten Umsätzen verhelfen.


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