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quick-mix Gruppe GmbH & Co KG, Osnabrück 13. Januar 2003

Haus der Zukunft: 12-Familienhaus mit Sonnenkollektoren und Erdwärme in Bad Düben

Ökologisch wohnen im neuen 12-Familienhaus in Bad Düben / hohe aber bezahlbare Wohnqualität / Verwendung natürlicher Baustoffe / Nutzung von Sonnenkollektoren und Erdwärme / Gebäudestruktur bewirkt Minimierung der Wärmeverluste / Monolithische Bauweise durch Porenbeton und mineralisches Putzsystem / Innen- und Außenputz mit Faser-Leichtputz MFL erstellt / Edelputz gibt dem Haus eigenständigen Charakter

Nach den ersten Erfahrungen können Geschäftsführung und Mieter in der attraktiven Mietanlage in Bad Düben sogar von einem quasi Null-Energie-Haus sprechen, was Heizung und Warmwasser betrifft. Initiiert von Frau Waltraud Jupe als Geschäftsführerin der Wohnungsbaugesellschaft Bad Düben, wurden hier alle zum heutigen Stand der Technik möglichen Methoden der Energieeinsparung genutzt. Das beginnt bei dem sehr hoch wärmedämmendem, 36,5 cm starken Porenbetonmauerwerk ( lR = 0,10 W/(mK) ) des Herstellers YTONG und endet bei so wichtigen Details wie neuartigen Fenstern, die permanent für eine ideale Raumbelüftung sorgen. Heizwärme liefert ein Sondenfeld bis 80 m Tiefe. Kernstück der Anlage ist eine 2-stufige Elektro-Wärmepumpe, die die als Niedertemperaturheizung ausgelegte Fußbodenheizung nach Bedarf speist. Neben der Erdwärme wird für Warmwasser die Sonnenenergie mit Hilfe einer 27,5 m² großen Sonnenkollektor-Anlage als Durchlaufsystem genutzt. In der kälteren Jahreszeit ist außerdem eine zusätzliche Kombination mit der Heizung möglich.

Schon in der Planungsphase konnten spätere Mieter des 12-Familienhauses Wünsche zur Innenraum-Ausstattung und Grundriss-Aufteilung der Wohnung umsetzen lassen. Diese Chance wurde gerne genutzt.

Zum Wohnkomfort trägt in erheblichem Maße die Verwendung mineralischer Baustoffe bei. Mineralische Baustoffe bilden keine sog. Sperrschichten, im Gegenteil, sie sind dampfdiffusionsoffen. Solche Baustoffe können Feuchtigkeit aufnehmen und geben Sie wieder ab, wenn die Umgebungsluft trockener ist. Mineralischer Putz und Wände erwärmen sich allmählich, speichern die Wärme und erkalten ganz langsam, wenn keine weitere Wärme zugeführt wird. So hat man als kostenlosen Nebeneffekt ein optimales, angenehmes Raumklima. Atmung, Kochen, Baden und Waschen etc. einer Familie erzeugt pro Tag durchschnittlich ca. 7 Liter Wasser, also eine hohe Luftfeuchtigkeit. Schlägt sich diese Feuchtigkeit an kalten nicht saugfähigen Bauteilen nieder, kommt es zu Schwitzwasserbildung. Die Gefahr gesundheitsschädlicher Schimmelbildung, die dadurch entstehen kann, unterbleibt bei dampfdiffusionsoffenen Baustoffen von vornherein.

Diese komplexen Zusammenhänge beziehen sich auf die Betrachtung der Wohnung von innen. Das Gebäude selbst muss alle statischen und bauphysikalischen Bedingungen erfüllen, den verschiedensten Witterungseinflüssen gewachsen sein und optisch überzeugen. Der weitaus größte Flächenanteil des Gebäudeäußeren entfällt auf die Fassade, die alle diese Funktionen für viele Jahrzehnte erfüllen soll.

 Aus diesen Gesamtüberlegungen heraus fiel die Entscheidung für ein innovatives Putzsystem des Osnabrücker Unternehmens quick-mix. Für die rund 850 m² Außenputz sowie 3.350 m² Innenputz wurde der mineralische Faser-Leichtputz MFL eingesetzt, der hinsichtlich seiner Eigenschaften perfekt auf den Wandbaustoff Porenbeton abgestimmt ist.

Für hochwärmdämmende Wandbaustoffe (Hochlochziegel, Porenbeton, Leichtbeton u.a.) entwickelte quick-mix schon in den 80iger Jahren den patentierten mineralischen Leichtputz Elanith mit Blähglas als Leichtzuschlag. Die Wandbildner erzielen inzwischen immer günstigere Wärmedämmwerte. Wandbaustoffe mit Wärmeleitzahlen bis  ( lR = 0,09 W/(mK) ) sind keine Seltenheit mehr. Dieser Trend wird sich auch in Zukunft fortsetzen.

Für diese leichten Steine ist auch ein leichter Putz nötig. Der eingesetzte Faser-Leichtputz MFL besitzt eine geringe Rohdichte und einen niedrigen Elastizitätsmodul von ca. 1.500  N/mm².  Er ist maschinengängig und benötigt keine Grundierung auf stark saugenden Untergründen. Dadurch wird bei Porenbeton ein Arbeitsgang eingespart. Hohe Ergiebigkeit, leichte Verarbeitung und minimales Rissrisiko sind weitere Vorteile, die jetzt und in Bezug auf die künftige Lebensdauer Kosten sparen. Der rein mineralische Leichtzuschlag Blähglas ist nicht brennbar, aber UV beständig. Deshalb kann der Leichtputz auch als Oberputz genutzt werden. Die thermische Belastung ist für MFL kein Problem. Zum Untergrund Porenbeton reagiert er homogen, d.h. er erwärmt sich bei Sonneneinstrahlung nur ganz allmählich, wie auch der Putzgrund.

Die bereits im Innenbereich genannten physikalischen Eigenschaften sind natürlich auch für den Außenbereich wichtig. So muss z.B. die während des Bauens entstandene Feuchtigkeit ungehindert nach außen diffundieren können. Sonst heizt man sie für teures Geld heraus. Die rezeptierte Wasserabweisung des Putzes sorgt andererseits dafür, dass Regenwasser schnell abfließt und die Verschmutzungsneigung verringert wird. Der Faser-Leichtputz sorgt für den nötigen Witterungsschutz.

Das Material ist naturweiß und als Grund- oder direkt als Oberputz einsetzbar. Auf den Grundputz sind je nach Wahl von Planern oder Bauherren Dünnbeschichtungen mit mineralischen Edelputzen in vielen Körnungen, Strukturen und Farben möglich. Für die 850 m² Außenputz an diesem Objekt wurde als Systemputz der mineralische Scheibenputz SPS 3 mm als hellgelb durchgefärbter Edelputz aufgetragen. Mit  der Fassadenfarbe LOBAKAT LK 300 erfolgte der mineralische Egalisationsanstrich in gleichem Farbton.

Fazit: In Bad Düben wurde zukunftsweisende Heiz- und Gebäudetechnik mit wirtschaftlichen, mineralischen Bausystemen kombiniert und so bezahlbarer Wohnraum auf hohem Niveau geschaffen. Systemgerechte Baustoffe in Verbindung mit kompetenter Beratung führen zum beabsichtigten, langfristigen Nutzen. Sie bieten im Zusammenwirken ein optimales Raumklima zum Wohlfühlen der Bewohner und Gäste.
 




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